Ludvik Cejp

Asternstraße 24
30167 Hannover
Tel.: 0511 / 70 95 31
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Bildhauer, Designer 1962 in Kyjov in der Tschechoslowakei geboren.
Nach dem Abitur 1982 zu keinem Studium zugelassen, da nach der Personalbeurteilung zum
Studium nicht geeignet, wegen nichtmarxistischer Weltanschauung (die Personalbeurteilung war in der damaligen kommunistischen Tschechoslowakei ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Studiumanmeldung)
Der Zugang zum Campus wurde mir nicht ganz verwehrt: als Straßenkehrer war ich für das
Fegen des Hofes der Brünner Universität zuständig später in Prag Heizanlagenbediensteter der dortigen Studentenwohnheime. Immerhin, stets dicht an der höheren Bildung, nur von der falschen Seite.

Ludvik Cejp

1987 Auswanderung nach Italien, nach Rom.
Nicht weil sich da der Sitz des Papstes befindet, sondern auch der Wohnsitz meiner Frau.
Keine Angst - keine Scheinheirat. Dieser Bund fürs Leben hält bis heute und ist um 2 Kinder
gewachsen. Abschied nehmen vom Sozialismus. Unvergesslich die reizenden tschechischen Grenzbeamten, die mich bei diesem Schritt mit Anteilnahme begleiteten und mir diese Augenblicke erleichterten. nach Aufenthalten in Rom und dann in der Schweiz seit

1988 sesshaft in Hannover

1990 - 1994 in FH Hildesheim Design studiert, mit Diplom (Note 1) abgeschlossen die verschiedenen Kulturkreise haben Spuren und Schrammen hinterlassen und Furchen geschlagen.

Seit 1995 als Künstler und Designer selbständig
seitdem hat die künstlerische Tätigkeit immer mehr und mehr Raum eingenommen, teilweise
als Gegenpol der Designtätigkeit, in der ich mich vorwiegend nur mit der ästhetischen
Oberfläche beschäftigen muss/darf.

Weitere Angaben zur Arbeit und Person sind auf der Webseite www.cejp.de zu finden

In meinem Lebenslauf kann man das bei Künstlern übliche „Meisterschüler von“ nicht finden. Trotzdem hatte ich einen künstlerischen Tutor: Es war der Fotograf und Maler Miroslav Tichy aus meiner Heimatstadt Kyjov (Tschechien). Als ich dort lebte, interessierte sich so gut wie niemand für ihn und man hielt ihn für verrückt, nun seit 2-3 Jahren werden seine Fotos in der ganzen Welt ausgestellt (und er interessiert sich mit seinen 84 Jahren nicht mehr dafür). Mit ihm führte ich Gespräche in Sachen Kunst, schaute mir seine „technische“ Vorrichtungen und Fotoaparate an, die er aus Konservendosen, Pappschachteln, Nähgarnspulen mit Isolierband geklebt hat, mit Objektiven aus Brillengläsern und mit Objektivverschluss aus Pappe mit Schnipsgummiantrieb. Einige gemeinsame Unternehmungen würde man heute „Workshop“ oder „Action“ nennen, damals mit meinen 16 –19 Jahren habe ich darüber nicht nachgedacht. Heute sehe ich, dass meine Kunstauffassung von M. Tichy eine Basis bekommen hat, die bis heute hält.

Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit

sind große kinetische Objekte mit Zeitthematik und Skulpturen, vorwiegend in Material Holz.Die kinetischen Objekte sind eine Art komische Zollstöcke für die Zeit, eine Verkörperung der menschlichen Ideen, sich in der Zeit zurechtzufinden.
Die Objekte sind relativ groß (längstes Maß bewegt sich zwischen1,5 bis 3 m).
Die Technik, losgelöst von der industriellen Bearbeitung und Materialien, wird zu einem künstlerischen Ausdruckmittel.

Die Holznutzung scheint primitiv, grob und raffiniert zugleich. Teilweise bestehen die komplizierten Objekte aus Ästen auch mit Rinde und signalisieren – das kann nicht funktionieren – und funktionieren doch. Keine Spur von Holzverliebtheit, aber ein ungewohnter sicherer Umgang mit Holz mit Sinn für das Material.
Die figurativen Skulpturen beinhalten keine Mechanik, der Charakter der Bearbeitung ist aber den kinetischen Objekten etwas ähnlich: Sie sind sichtbar aus Teilen zusammengesetzt.
Sie sind nicht aus großen Blöcken rausgehauen, sondern eher aus Teilen zusammengehauen,
mit Hilfe von Nägeln, Stiften, Schrauben, Leim.
Das Ergebnis hat aber fast klassische Formen (aber nur fast) Statuen und kinetische Objekte sind unabhängig voneinander, aber manchmal teilen sie sich einen Artefakt in einer Symbiose (z.B. das Objekt Calendaria).


 
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