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01.11.2021

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Oft unterschätzte Musik von Beethoven

Musik Termine

Tripelkonzert und Chorfantasie in der Neustädter Hof- und Stadtkirche
Grandiose Werke wie das Tripelkonzert sowie die Chorfantasie fristeten jahrzehntelang ein stiefmütterliches Dasein und wurden vom Publikum wenig beachtet. Durch das Beethovenjahr sind sie aus der Versenkung aufgetaucht und haben wieder neuen Glanz erhalten. Von diesem Glanz der oft unterschätzten Musik von Ludwig van Beethoven wird am Sonnabend, 6. November 2021, 19.30 Uhr, in der Neustädter Hof- und Stadtkirche zu spüren sein.

Dort präsentiert der Dirigent Christian Gläsker ein Orchester mit 23 Musikerinnen und Musikern, drei Instrumentalsolisten und 10 professionellen Vokalisten, die das Tripelkonzert und die Chorfantasie aufführen werden. Veranstalter des Konzertes ist der Freundeskreis "Musik in Michaelis e.V."

Das Besondere: „Beim Tripelkonzert, aber auch bei der Chorfantasie experimentiert Beethoven mit der Besetzung und versucht durch immer wieder neue Konstellationen die musikalischen Grenzen zu sprengen“, erläutert Cäcilia Rümenap, Vorsitzende des Freundeskreises Musik in Michaelis.

Die drei Solisten: Julia Rinderle, Marilies Guschlbauer und Dainis Medjaniks

Die drei Solisten: Julia Rinderle, Marilies Guschlbauer und Dainis Medjaniks

Die Solisten (Klavier, Violoncello und Violine) spielten mal allein, mal zusammen und dann wieder gemeinsam mit dem mächtigen Orchester. Der Cellopart ist beim Tripelkonzert der anspruchsvollste und werde von Marlies Guschlbauer gemeistert, die im zweiten Satz ein reizvolles und herausragendes Solo spielen wird. Die Cellistin ist zweite Preisträgerin des internationalen Cellowettbewerbs Liezen und begeisterte Kammermusikerin.
Sie arbeitet eng mit Julia Rinderle zusammen, die als Pianistin im In- und Ausland erfolgreiche Konzerte gegeben, viele Preise und Stipendien erhalten hat, und sich an Schulen für die Vermittlung von klassischer Musik engagiert.
Der hochbegabte Geiger Dainis Medjaniks gab Konzerte in Indonesien, China, Spanien, Schweiz, Frankreich, Holland, Italien, England, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Südkorea, Alaska, USA und Deutschland. Das Publikum darf sich auf eine künstlerisch hervorragende Besetzung freuen.
„Die Mischung aus solistischer Unverwechselbarkeit und das Streben nach kraftvollem kammermusikalischem Miteinander macht das etwa 80-minütige Konzert zu einem reizvollen Hörerlebnis“, sagt Rümenap, mit dem Konzert werde das Beethovenjahr im Nachklapp gewürdigt.

Karten im Vorverkauf gibt es ab sofort im HAZ-Ticketshop zum Preis von 8 bis 25 Euro, an der Abendkasse von 10 € bis zu 28 €.
Hotline: 0511/12123333.
Es gilt die 2-G-Regel.

Tripelkonzert & Chorfantasie von Ludwig van Beethoven

Geleitworte zu den Werken
Die sogenannte Chorfantasie ist dem König Maximilian von Bayern gewidmet. Dieses effektvolle Werk, welches Beethoven in seinem denkwürdigen Konzert, der Uraufführung seiner 5. und 6. Sinfonie am 22. Dez.1808 als Schlußpunkt mit ins Programm setze, beginnt mit einer grandiosen Klavier-Fantasie ungewöhnlichen Ausmaßes, gefolgt von acht Variationen in Orchesterbesetzung.
Im Finale treten Vokalisten hinzu. Die relativ kurze Schlußsequenz weist mit seiner Textvertonung eine hymnenartige, volksliedhafte Melodieführung auf, vergleichbar mit dem Thema aus dem Finale der 9. Sinfonie "Freude schöner Götterfunken". Alles beginnt zunächst verhalten, bis schließlich Singstimmen und Orchester zum Tutti-Jubel kulminieren, der mittels Presto-Steigerung in virtuoser Manier in eine geradezu ekstatische Apotheose gipfelt.

Singstimmen in der Schlußsequenz der Chorfantasie:
"Schmeichelnd hold und lieblich klingen unsere Lebensharmonien, und dem Schönheitssinn entschwingen Blumen sich, die ewig blühen. Fried' und Freude gleiten freundlich wie der Wellen Wechselspiel; was sich drängte rauh und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl.
Wenn der Töne Zauber walten und des Wortes Weihe spricht, muß sich Herrliches gestalten, Nacht und Stürme werden Licht, äuss're Ruhe, inn're Wonne herrschen für den Glücklichen. Doch der Künste Frühlingssonne läßt aus Leiden Licht entstehn.
Großes, das ins Herz gedrungen, blüht dann neu und schön empor, hat ein Geist sich aufgeschwungen, hallt ihm stets ein Geisterchor. Nehmt denn hin, ihr schönen Seelen, froh die Gaben schönster Kunst. Wenn sich Lieb' und Kraft vermählen, lohnt dem Menschen Göttergunst."
(Christoph Kuffner, österreichischer Dichter, 1780 – 1846)

Das Tripelkonzert entstand im Jahre 1803/04. Widmungsträger ist Fürst Joseph von Lobkowitz. Die Uraufführung erfolgte im Jahre 1808 in Wien.
Neben dem Orchesteraufgebot prägen die drei Instrumentalsolisten – Violine, Cello und Klavier das Klangbild. Nach der orchestralen Einleitung fließen die Solopartien ins Geschehen ein und verzaubern im spannungsreichen Dialog das Publikum. Im Schlußsatz 'Rondo alla Polacca' verflechten sich die drei Soloparts mit den Orchesterstimmen und führen sie mit ihren rauschenden Passagen zu einem triumphalen Höhepunkt.

(Pressemitteilung Freundeskreises Musik in Michaelis, Christian Gläsker, 01.11.2021)

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