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25.02.2019

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Schuberts ‘Winterreise’ in einer aktuellen Neubearbeitung

Musik Termine

Konzertgottesdienst am Sonntag, 3. März 2019, 17.00 Uhr in der Michaeliskirche, Stammestr.55, 30459 Hannover
Das Asambura-Ensemble hat sich gemeinsam Yannick Spanier, Bassbariton, seit zwei Jahren an der jungen Oper in Hannover engagiert, und Mehdi Saei mit der „Winterreise“ von Franz Schubert auseinandergesetzt und in den Texten Parallelen zur Heimatlosigkeit vieler Menschen gefunden. Sie stellen in der Veranstaltung Schuberts Liedern persische Gedichte gegenüber.
Die Texte des Duos werden vom Asambura-Ensemble um westliches und persisches Instrumentarium erweitert. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“ – mit dieser Textzeile beginnt Franz Schuberts berühmtester Liederzyklus Winterreise, 1827 nach Gedichten von Wilhelm Müller vertont.
Der Reisende ist ein Fremder, ein Mensch ohne Heimat. Er ist ein unglücklich Verliebter, der ohne Ziel weiterzieht, im Spannungsfeld zwischen seinen Träumen und bitterer Wirklichkeit.

Asambura-Ensemble

Asambura-Ensemble

Wer aber dieser Reisende wirklich ist, bleibt unklar. Wir erfahren von Emotionen und Seelenzuständen wie Liebe, Schmerz, in sich kreisender Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und Entfremdung. Permanent changiert Schuberts Musik zwischen Elementen Erstarrung und Schmerz, zwischen kalter Realität und Wärme, zwischen Statik und Impulsivität.
Diese Seelenzustände sind auch Grundlage für die persischen Gedichte von Saadi, Rahi Moayeri und Mehdi Akhavan-Sales, die Schuberts Liederzyklus gegenübergestellt werden.
Instrumentale Verbindungen werden über die persische Santur und Nachahmungen einer persischen Kamanchec durch hauchige Streicherklänge und dunkel-warme Flöten geschaffen.
Während wir bei Schubert extreme Gefühlskontraste erleben, entwickeln sich auf Grundlage der persischen Gedichte melancholische Klagemeditationen.
Der Protagonist der Winterreise aber auch ein Suchender, Ausschau haltend nach Gleichgesinnten. Im Dorfe fühlt er sich fremd und nicht zugehörig. Die einzigen treuen Begleiter sind die Krähe und der Leiermann: Obwohl beide auch als Symbole für den Tod interpretiert werden, scheinen sie doch dem Reisenden zuzuhören und sein Schicksal zu teilen. Erst im Leiermann entsteht die Begegnung, auf die wir in den Liedern zuvor warten mussten. Die melodische Entwicklung am Ende ist aber aufwärts gerichtet, eine neue Perspektive der Winterreise: ein hoffnungsspendender Dialog, wo vorher nur Einsamkeit war, wohl auch ein Grund für den zeitlosen Erfolg von Schuberts Liederzyklus.
In unserer interkulturellen Neuinterpretation bekommt dieser Dialog durch die einzige wirkliche Interaktion zwischen Kunstlied und persischem Gesang eine besondere Akzentuierung. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“ – im Hinblick auf die Heimatlosigkeit so vieler Menschen auf der Flucht ist dieser neu interpretierte Liederzyklus hochaktuell.

Das Konzert wird von der Anja Fichte Stiftung gefördert.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

(Pressemitteilung Christian Gläsker, 24.02.2019)

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