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08.08.2014

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MarkusMusikWochen 2014: Wurzeln schlagen…

MarkusMusikWochen 2014: Wurzeln schlagen…
Musik Termine

Künstlerische Leitung: Martin Dietterle (Kantor der Markuskirche) und Pastor Bertram Sauppe
Wurzeln schlagen… lautet das diesjährige Thema der MarkusMusikWochen 2014. An drei Sonntagen, am 7., 14. und 21. September, bietet die Markuskirche jeweils um 18 Uhr ein hochkarätiges Konzert sowie am selben Tag um 10.30 Uhr einen thematischen Gottesdienst mit spannenden Gastrednern und den Musikern des folgenden Konzertes. „Ankommen und Wurzeln schlagen“ – es gibt wohl kaum ein Thema, das so zentral unsere, eigentlich jede Gesellschaft beschäftigt: Wer hat wo das Recht, seine Wurzeln zu schlagen, sich niederzulassen? Wer spricht heute noch von „Heimat“? Was bedeutet es für unser soziales und psychisches Leben, wenn wir für unsere Beziehungen und Berufe immer mobiler werden?

Ein wesentlicher Aspekt der MarkusMusikwochen 2014 beschäftigt sich mit der Thematik Migration und Religion. Welche Rolle spielt, welchen Raum fordert die religiöse und kulturelle Identität im Miteinander einer Zuwanderergesellschaft? Als Referenten zu den Gottesdiensten sind eingeladen Alla Volodarska-Kelmereit, Sozialarbeiterin in der Liberalen Jüdischen Gemeinde (7. September) und Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Beauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers für Migration und Islam (21. September). Einen anderen Aspekt von Entwurzelung wird der ZEIT-Redakteur Claas Tatje einbringen. Tatje beleuchtet in seinem neuen Buch „Fahrtenbuch des Wahnsinns“ die Folgen einer immer mobileren Gesellschaft, in der unzählige Menschen täglich weiteste Wege in Kauf nehmen müssen, um zwischen Arbeit und Wohnung zu pendeln.

Für den musikalischen Teil der MarkusMusikWochen konnten drei Ensembles bzw. Künstlerinnen gewonnen werden, die alle ihre künstlerischen Wurzeln in Hannover haben und sich auf ihre Art dem Thema der MarkusMusikWochen widmen werden. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

Inzwischen sind sie zu einer festen Einrichtung der Markuskirche Hannover geworden: Jedes Jahr im Spätsommer finden die MarkusMusikWochen statt. Hochkarätige Künstler, Ensembles und Referenten kommen in die Markuskirche, um sich an drei bis vier Sonntagen einem gesellschaftlichem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu widmen. Das besondere Profil der MarkusMusikWochen entspricht dem Ansatz der Kulturarbeit der Markuskirche Hannover: Kirche, aktuelle Themen aus Gesellschaft und Politik und Musik und Kunst zusammen zu führen und in Dialog zu bringen. Die MarkusMusikWochen laden dementsprechend Künstler und Experten ein, sich aus unterschiedlicher Richtung mit dem jeweiligen Thema zu befassen.

Im ersten Konzert am 7. September folgen Ursula Bundies, eine der renommiertesten Barockgeigerinnen, und Mechthild Winter (Cembalo und Hammerklavier) den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart und den Bachsöhnen Carl Philipp Emanuel und Johann Christian, dem sog. „Londoner Bach“: Drei Künstler, die sich in den internationalen Metropolen ihrer Zeit bewegten und dort Musikstile prägten, indem sie Impulse aufnahmen und diese verschmolzen mit ihren eigenen musikalischen und kulturellen Wurzeln.

Das zweite Konzert am 14. September widmet sich Klavierquartetten von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Beide waren Grenzgänger, prägten ihre Epoche und spiegelten deren Widersprüche in ihrem Leben und Werk gleichsam wider. Mendelssohn, pianistisches Wunderkind und Goethe-Liebling aus einer jüdisch-bürgerlichen Familie, sträubte sich gegen die Assimilierungsbestrebungen seines Vaters, der im deutschen Großbürgertum Wurzeln schlagen wollte – seine jüdische Identität beschäftigte Felix zeitlebens. Johannes Brahms hingegen, eine Generation jünger als Mendelssohn, gilt heute als der deutsche Komponist. Als grüblerischer Einzelgänger verkörperte er den deutschen Intellektuellen, der die Instrumental-Musik als autonome Kunst etablierte. Seine Musik war Grundstein der bis heute bestehenden Institution Konzert. Es spielt das Flex-Ensemble, ein in der Klassikszene derzeit rasant aufstrebendes, junges Klavierquartett.

Für das dritte Konzert am 21. September ist das Daphnis-Quartett zu Gast in der Markuskirche. Zum bisherigen Zeitpunkt steht das Programm leider noch nicht fest. Bitte informieren Sie sich über unsere Webseite www.markuskirche-hannover.de.

Programmübersicht

7. September 2014

  • Gottesdienst
    10.30 Uhr
    mit Ursula Bundies (Violine) × Mechthild Winter (Cembalo/Hammerklavier) × Alla Volodarska-Kelmereit, Sozialarbeiterin in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover ×
    Pastor Bertram Sauppe.
  • Konzert
    Berlin-London-Wien
    18 Uhr
    mit Ursula Bundies (Violine) × Mechthild Winter (Cembalo und Hammerklavier) mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Christian Bach
    Eintritt frei.

14. September 2014

  • Gottesdienst
    10.30 Uhr
    mit dem Flex-Ensemble × Wirtschaftsredakteur Claas Tatje (DIE ZEIT) × Pastor Bertram Sauppe.
  • Konzert
    Flex-Ensemble
    18 Uhr
    mit den Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Klavierquartett F-moll, Op. 2 und Johannes Brahms, Klavierquartett G-moll, Op. 25
    Eintritt frei.

21. September 2014

  • Gottesdienst
    10.30 Uhr
    mit dem Daphnis-Quartett × Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Beauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers für Migration und Islam
  • Konzert
    Daphnis-Quartett
    18 Uhr
    Moritz Ter-Nedden (Violine) × Frédérique Guilikers (Violine) × Petrus Coetzee (Viola) × Cosimo Garovani (Violoncello)
    Eintritt frei.

(Pressemitteilung Markuskirche Hannover, Christine Kolanus, 08.08.2014)

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