24.02.2014

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10 Jahre Nordstadt-Konzerte: wie es begann, was daraus geworden ist und wohin es geht

Musik

Der Blick zurück:
Die Idee, einer jungen Generation den Zugang zur Neuen Musik zu öffnen – insbesondere durch Veranstaltung von Konzerten – war Patin für die Gründung des Vereins Nordstadt-Konzerte im Jahr 2004. Mit dem Kammerorchester Pro Artibus Hannover aus professionell tätigen MusikerInnen und erfahrenen StudentInnen – mit einem Schwerpunkt auf historisch informierter Aufführungspraxis auf modernen Instrumenten – war die Konzertreihe Nordstadt-Konzerte entstanden.

Seit zehn Jahren gibt es nun sechs bis sieben Konzerte im Jahr in der Lutherschule. Nur unterbrochen durch die zweijährigen Arbeiten zum Bau einer Fluchttreppe in der Lutherschule, die die Nordstadt-Konzert-Reihe nutzte, sich auch an anderen Konzertorten wie Goethe- und Tellkampfschule, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), im Galeriegebäude und im Landesfunkhaus des NDR zu präsentieren. Dazu kamen mehr und mehr Engagements, in der Region, in Niedersachsen und darüber hinaus.

Ein weiterer Schwerpunkt ist durch die Städte- und Landespartnerschaften entstanden. Seit Jahren gibt es einen regen Austausch mit Rouen, Perpignan und Poznañ. Ebenso wurden die hiesigen Konzerte durch zahlreiche Gäste bereichert: vom Ensemble des POP-Instituts der HMTMH, vom Knaben- und Mädchenchor Hannover, von auswärtigen KünstlerInnen wie dem Modern String-Quartet, von PreisträgerInnen internationaler Wettbewerbe wie Solenne Paidassi und dem Klarinettist Sang Yoon Kim sowie dem Klavierspieler Igor Levit.

Im Verlauf der Jahre entstand ein breites Repertoire mit Werken von Rameau bis Gubaidulina. Das Orchester wurde mehrmals vom NDR in der Sendung “Musikland Niedersachsen” portraitiert und legte eine CD auf mit Werken von Wilhelm Herschel, Louis Spohr und Joseph Haydn.

Die Nordstadt-Konzerte verstehen sich als soziale Konzertreihe mit dem Augenmerk auf der Konzertpädagogik als einem wesentlichen Aspekt: Sie veranstalten interkulturelle Konzerte, den “Klingenden Spielplatz” (ein Projekt für Kitas und Grundschulen, das seit 2009 ca. 6000 Kinder erreichen konnte) und zahlreiche Schülerveranstaltungen.

Die KUBUS-Lunch-Concerts:

Im Jahre 2012 initiierten Stadt und Verein eine neue Konzertreihe: Die KUBUS-Lunch-Concerts zur Mittagszeit. Die Verbindung von Bildender Kunst und Musik ist ein wesentlicher Aspekt neuen Hörens. Im KUBUS sollte überwiegend Kammermusik gespielt, ältere Werke neuen Werken gegenübergestellt werden. Im inspirierenden Raum der Galerie hat sich ein Konzertformat etabliert, das die Menschen anspricht und durch das leckere Brötchen, das im Eintritt enthalten ist, zu einem entspannten Kunstgenuss mit sozialem Anstrich führt. 12.12 Uhr – die Uhrzeit steht für die Lunch-Concerts.

Die Finanzierung:

Die Stadt Hannover förderte die Nordstadt-Konzerte bisher mit jährlich 2.000 Euro, für das laufende Jahr gibt es 5.000 Euro. Hinzu kommt projektbezogenes Geld aus den Bereichen der Städtepartnerschaften. Die KUBUS-Konzerte werden im laufenden Jahr mit 5.000 Euro gefördert, dazu werden von der Stadt die Plakate und Flyer angefertigt. Die NDR-Musikförderung trägt 7.500 Euro dazu bei.

Zusätzlich fördern die Region Hannover und das Land Niedersachsen die musikalische Reihe. Weitere Unterstützung gibt es von: Stiftung Niedersachsen, Stiftungen der Sparkasse, Klosterkammer, Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und noch einige mehr.

Darüber hinaus unterstützen Geschäftsleute, der Bezirksrat Nord und die “Freunde der Nordstadt-Konzerte” die Konzertreihe.

Die Gegenwart und Zukunft:

Damit ist die Konzertreihe im zehnten Jahr gut aufgestellt. Der Konzertplan für das Jahr 2014 steht und die künstlerische Arbeit wird weitergeführt.

Bei den KUBUS-Lunch-Concerts steht mit englischer Musik thematisch das 300-Jahre-Jubiläum der Personalunion Hannover – London an. Die Nordstadt-Konzerte setzen ihren Weg fort mit Konzerten. Geplant sind auch zwei Reisen: nach Polen und nach Frankreich. Festkonzerte mit wieder prominenten Solisten sind vorher in Hannover geplant.

(Pressemitteilung LH Hannover, 24.02.2014)

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