27.08.2013

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Sprengel Museum: Kunst nach 1945

Sprengel Museum: Kunst nach 1945
Ausstellung

Neueinrichtung von Räumen der Sammlungspräsentation „Kunst nach 1945“: Entdeckungsreise durch die Pariser Kunstszene während der Nachkriegszeit und frühe Bildwelten von Horst Antes

École de Paris

Ab sofort gibt es einen neuen Auftakt in der Sammlung „Kunst nach 1945“. Besucher erleben die Kunstszene der französischen Hauptstadt der 1940er- und 1950er-Jahren.
Das Sprengel Museum Hannover führt sie in Gemälde von internationalen Künstlern vor Augen: unter ihnen Werke des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti, dem Kubaner Wifredo Lam und dem in Berlin geborenen Künstler Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulz), dem das Kupferstich-Kabinett in Dresden und die Kunsthalle Bremen in diesem Jahr zwei umfangreiche Ausstellungen gewidmet haben. Paris blieb auch in den Nachkriegsdekaden das einflussreiche Zentrum moderner Kunst. Ein besonderer Fokus liegt auf Künstlern, die der sogenannten Nouvelle École de Paris verbunden waren, einer Entwicklung der abstrakten Malerei in Paris. In diese Malerei gingen verschiedene moderne Kunstauffassungen ein, besonders einflussreich waren der Kubismus und die von ihm abgeleiteten konstruktiven Ausrichtungen. Anhand der selten gezeigten Gemälde von Künstlern wie Serge Poliakoff, Jean Dubuffet und Alfred Manessier aus dem Bestand des Sprengel Museum Hannover lassen sich gegenseitige Einflüsse und Abgrenzungen nachvollziehen. Dabei steht die Behandlung der Oberflächen in der Abstraktion im Vordergrund, die den Werken als gemeinsames Thema zugrunde liegt.

Die Geburt der „Kopffüssler“

Neu eingerichtet ist außerdem ein Kabinett mit frühen Werken von Horst Antes. Der Maler und Bildhauer hat den Menschen in einer emblematischen Kopfgestalt zur ‚Kunstfigur‘ gemacht. Die frühen Gemälde zeigen, wie sich der „Kopffüssler“ zu seiner Leitfigur der 1960er-Jahre entwickelte. Antes‘ Kunstfigur ist zweifellos eine der vielgestaltigsten und poetischsten Antworten auf die sogenannte informelle Kunst, die sich einmal mehr von Paris aus in ganz Europa verbreitete. Geste, Farbe und Texturen in einem freien und spontanen Schaffensprozesses werden im Informel zum Hauptanliegen der Künstler.

Der Rundgang durch die Sammlung der „Kunst nach 1945“ umfasst weiterhin Werke zu Themengruppen wie‚ Ernst Wilhelm Nay und die informelle Kunst‘, ‚Niki de Saint Phalle, Dieter Roth und Andy Warhol zwischen Nouveau Réalisme und Pop Art‘ sowie ‚Bruce Nauman und die amerikanische Kunst“.

(Pressemitteilung Sprengel Museum Hannover, Dr. Isabelle Schwarz, 27.08.2013)

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