26.06.2013

Werbung

Eine Großstadtsinfonie in vier Sätzen: Hannover bewirbt sich als UNESCO City of Music

Musik

“Eine Großstadtsinfonie in vier Sätzen” – mit diesem Titel bewirbt sich Hannover als UNESCO City of Music. Der Ausgangspunkt der Bewerbung ist eine Studie aus dem Jahr 2009 (Haspa Musikstudie: Der Takt der Zukunft – Hamburg setzt auf Musik; Hamburger Sparkasse AG 2009), mit der ursprünglich die Bedeutung Hamburgs als Musikstadt belegt werden sollte, die dann aber im Ergebnis Hannover unter den deutschen Großstädten als Musikstadt Nummer 1 ermittelt hat – bezogen auf die prozentuale Anzahl der Beschäftigen in der Musikbranche.

Damit war der Startschuss gefallen und das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen: “Dass wir in der Stadt musikalisch gut aufgestellt sind, war bekannt, aber nun nach Abschluss der Aufstellung aller musikalischen Aspekte der Stadt, bin ich über jeden Zweifel erhaben: Hannover gehört eindeutig in die Riege der UNESCO Cities of Music”, begründet Kulturdezernentin Marlis Drevermann ihre Sicherheit auf den Erfolg der Bewerbung.

Da die Bewerbung um die Aufnahme in das UNESCO Creative Cities Network aus den Reihen der kreativ Schaffenden dieser Stadt angeregt wurde, ist auch die Nachhaltigkeit gesichert, denn Hannover wird seine vorhandenen Ressourcen nutzen und stärken und kann dabei auf gewachsene Strukturen der Musikszene in der Stadt zurückgreifen.

Auf diese Ressourcen und gewachsenen Strukturen fußt die Bewerbung mit ihren vier Sätzen: die musikalische Bildung und Ausbildung, die Vielfalt von E- bis U-Musik, die musikalische Exzellenz und die Musikwirtschaft der Stadt. So lapidar diese übergeordneten Einteilungen der hannoverschen Musikszene daherkommen, so vielfältig präsentieren sie sich dann in ihren Inhalten. Herausgekommen ist dabei neben einer Standortbestimmung der Musik in Hannover – fast ganz nebenbei auch die Bewerbung Hannovers als UNESCO City of Music.

Die Bewerbung ist eine Ansammlung von Superlativen – und die sind nicht übertrieben: Die musikalische Bildung und Ausbildung in dieser Stadt sucht ihresgleichen, die junge Musikszene findet hier Orte und Projekte, hinter denen Menschen mit Leidenschaft stehen, LeistungsträgerInnen machen Hannover zu einer Stadt musikalischer Exzellenz, die Chorstadt Hannover ist national und international eine Marke und die Stadt stellt im Bereich der Musik- und Kreativwirtschaft unter Beweis, dass Kreativität auch in klingende Münze umgesetzt werden kann.

Bei dieser Standortbestimmung wollen Stadt und ihre MusikpartnerInnen es aber nicht belassen. Vielmehr wird mit der Bewerbung zur UNESCO City of Music daraufhin gezielt, die vorhandenen Potenziale in Zukunft weiter auszubauen und zu vernetzen: nach innen und nach außen, interdisziplinär, regional und inter-national. Darum bewirbt sich die Stadt um den Titel UNESCO City of Music.

Hannover kann in seiner Bewerbung sowohl qualitativ als auch quantitativ auf eine besondere vielfältige und nachhaltig wirkende Musikszene verweisen und sich mit den bisher ausgezeichneten Städten messen. Im Rahmen des UNESCO-Creative Cities Network stehen Hannover dann vielfältige Möglichkeiten offen, das bisherige Potenzial der Stadt weiter zu entwickeln, den Austausch untereinander und den Transfer von Know-how in Schwellen- und Entwicklungsländer zu fördern und zu lancieren. In diesem Zusammenhang sind auch die bestehenden Vorhaben mit den Partnerstädten Hannovers mit in die Bewerbungsunterlagen eingeflossen.

Die Creative Cities Network: Sevilla, Bologna, Glasgow, Bogota und Gent.

Medien- und Kulturpartner sind NDR Kultur und die Mediengruppe Madsack.

Statements der „Hannover – City of Music“-BotschafterInnen

Ingo Metzmacher, Dirigent
„Ich habe das große Glück gehabt, als Sohn des Cellisten Rudolf Metzmacher in der musikbegeisterten Stadt Hannover aufgewachsen zu sein. Jahrelang sang ich im Knabenchor Hannover und lernte dort das Rüstzeug für mein musikalisches Leben. Später begann ich mein Studium an der Hannoverschen Hochschule und absolvierte ebenda meine ersten öffentlichen Auftritte sowohl als Pianist als auch als Dirigent. Meine Karriere verdanke ich der besonderen Unterstützung durch die Konzertdirektion Schmid, die heute in der ganzen Welt einen ausgezeichneten Ruf genießt. Ich unterstütze die Bewerbung meiner Heimatstadt für den Titel ‚UNESCO City of Music‘ ausdrücklich und würde mich sehr freuen, wenn ihr diese außerordentliche Ehre zu Teil würde. Sie hat sie sich verdient.“

Mousse T., Musikproduzent
„Die ‚Music City Hannover‘ muss sich nicht hinter anderen Metropolen verstecken. Hier gibt es eine starke und alle Genres von ‚U‘ bis ‚E‘ umfassende Musikszene, eine hervorragend aufgestellte Musikindustrie und eine exzellente Infrastruktur. Ich unterstütze die Bewerbung Hannovers als ‚UNESCO City of Music‘, weil sie Hannovers Bedeutung als Musikstadt international stärkt und zugleich der heimischen Szene vielfältige Möglichkeiten zur Vermarktung und Vernetzung bietet.“

André Niemann, Director Strategic Business Development EDC
„Mit Emil Berliner als Firmengründer und der Erfindung der CD als einem der wichtigsten Meilensteine in unserer Firmengeschichte ist EDC ein Teil hannoverscher Musikgeschichte. Aus diesem Grund unterstützen wir natürlich die Bewerbung der Stadt Hannover als ‚UNESCO City of Music‘. Die Vielfalt musikalischer Aktivitäten und Institutionen sowie die Vernetzung aller Beteiligten in der Stadt sprechen für sich. Für die gesamte Musikbranche Hannovers wäre ein solcher Status eine riesige Chance, die genutzt werden sollte.“

Cornelia Schmid, President Konzertdirektion Schmid
„Gerne unterstütze ich als Botschafterin die Bewerbung der Stadt Hannover als ‚UNESCO City of Music‘. Hannover verfügt über ein äußerst lebhaftes Musikleben: Der Kuppelsaal aus den 20er Jahren ist der größte Konzertsaal Deutschlands, in dem internationale Orchester der Welt gastieren, die großen Arenen ziehen die Spitzenmusiker aus dem Rock- und Popbereich an, ein ausgezeichnetes Opernhaus, die Radiophilharmonie Hannover, die Kunstfestspiele Herrenhausen, zwei internationale Jugendchöre und eine außerordentlich breitgefächerte Laienchorszene sowie der höchstdotierte Violinwettbewerb der Welt und vieles mehr machen Hannover zu einer außergewöhnlichen Musikstadt. Für uns als Konzertagentur mit Aktivitäten in der ganzen Welt ist Hannover ein idealer und höchst inspirierender Standort.“

Scorpions
„Es ist kein Zufall, dass wir unsere Heimatstadt Hannover stets als Mittelpunkt unseres Lebens, als Ort unseres künstlerischen Schaffens ausgewählt hatten: Dort, wo unsere Familien leben, dort, wo unsere Freunde sind, dort wo wir die Impulse, die wir im Laufe unserer vielen Reisen weltweit aufsaugen, in musikalische Werke umsetzen. Hannover ist für uns der Mittelpunkt. Viel kleiner als Städte, die wir kennen, aber ebenso – oder noch mehr – in die Zukunft orientiert. Weltoffen. Eine Stadt wie ein Schmelztiegel unterschiedlichster musikalischer Entwicklungen. Wir wünschen unserer Heimatstadt alles Beste für die Bewerbung als ‚UNESCO City of Music‘.“

Professor Jörg Straube
„Hannover hat eine einzigartig vielfältige Chorszene, von der Breite bis zur Spitze, Laienchöre aller Stilrichtungen sowie gleichermaßen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre auf höchstem Niveau. Dazu arbeitet man zusammen, um das Profil der Chorstadt Hannover weiter zu schärfen. Ich unterstütze die Bewerbung um das Label ‚UNESCO City of Music‘, weil diese Auszeichnung dieses herausragende Profil der Musikstadt Hannover adeln und somit unsere gemeinsame Arbeit einen weiteren Schub, Bestätigung und internationale Anerkennung erhalten würde“.

Bernd Strauch, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
„Dass in Hannover die Musik spielt, ist allen Hannoveranerinnen und Hannoveranern längst bekannt. Weniger bekannt ist vielleicht, dass in Hannover im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Menschen in der Musikwirtschaft ihr Geld verdienen, wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Dies ist nur einer von vielen Gründen, weshalb Hannover prädestiniert ist, sich um den Titel ‚UNESCO City of Music‘ zu bewerben.“

Professor Thomas Quasthoff
„Mit großer Freude unterstütze ich die Bewerbung der Stadt Hannover zur ‚UNESCO City of Music‘. Hannover ist mit seiner langen und großen Tradition etlicher hervorragender Chöre wie dem Mädchen- und Knabenchor, der ausgezeichneten Musikhochschule, der Oper und vieler weiterer exzellenter Musikinstitutionen prädestiniert, als Repräsentant für diesen Titel zu stehen.“

Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser, Geschäftsführende Gesellschafter
„Hannover bietet eine unschlagbare Vielfalt zum Thema Musik vom Open Air Konzert zur Clubszene bis über Klassik und Oper. Unser Unternehmen sorgt mit Mikrofonen, Kopfhörern, professioneller Drahtlos- und Bühnentechnik seit mehr als 65 Jahren für den guten Ton. Da Musik und Sound den Herzschlag von Sennheiser darstellen, ist es uns eine besondere Freude, die Stadt Hannover bei der Bewerbung um den Titel ,UNESCO – City of Music’ zu unterstützen.“

Spax, Rapper
„Ich als zugezogener Hannoveraner traf Anfang der 90er Jahre auf eine inspirierende, offene Musikszene – zwischen Jazz, Funk, Rock und Rap – zwischen Pop-Größen und Underground- Helden ist hier alles vertreten – nach mehr als 20 Jahren fühle ich mich zwischen all diesen Musikern zu Hause. Es ist nur logisch, dass eine Stadt voller Musik ‚City of Music‘ wird.“

Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident
„Der Titel ‚UNESCO City of Music‘ wäre Anerkennung und Bestätigung für alle Akteure des aktuellen Musiklebens Hannovers, aber zugleich auch ein Ansporn für künftige Vorhaben bezüglich Ausbau und Optimierung des musikalischen Angebotes. Hannover hat viel zu bieten: Ob Laie oder Profi, alle Musikinteressierten können hier das Passende für sich finden – das macht eine Musikstadt aus!“

Thomas Chibambo, Director BAF Festival, Blantyre
„Blantyre Arts Festival would recommend that Hannover City must be‚ UNESCO City of Music‘ as it has done and is still doing a tremendous contribution to develop music and creative industry to other Cities and in particular with Blantyre Arts Festival in Malawi.“

Professor Dr. Raimund Vogels, Center for World Music
„Die Musikhochschule und das angegliederte Center for World Music sehen sich in besonderer Weise verpflichtet, die Wechselbeziehungen zwischen lokalen Musikpraxen und ihren internationalen Verflechtungen zu untersuchen und diese in Stadt und Umland zu fördern. Eine Anerkennung Hannovers als ‚UNESCO City of Music‘ wird zu einer Stärkung lokaler und globaler Netzwerke führen; es wird die enge Verzahnung der Bereiche Kunst, Bildung, Forschung, Vermittlung und Wirtschaft fördern und die internationale Ausstrahlung der Musikstadt Hannover nachhaltig stärken.“

Dieter Gölsdorf, Duesenberg
„Mit meinen Gitarren der Marke Duesenberg bedienen wir nicht nur eine Vielzahl Musikschaffender, die Spaß an der Musik haben oder intensiv an ihrer Karriere arbeiten, sondern auch eine Vielzahl jener national und international sehr erfolgreicher Künstler wie Bob Dylan, John Mayer, Ron Wood, The Eagles, Billy Gibbons, Tom Petty, Wir Sind Helden, BAP, Lindenberg und Maffay, um nur einige zu nennen. Alle spielen sie auf Gitarren oder Bässen made in Hannover! Darüber hinaus sei noch erwähnt, dass in Hannover auch im Bereich Elektro- Akustik Firmen mit höchstem Anspruch ansässig sind (Kling & Freitag, Sennheiser), und dass hier auch der meines Wissens weltbeste Gitarrenreparateur und Gitarrenbauer (Thomas Stratmann) viel Gutes für Musiker aus allen Bereichen tut. Hannover IST ‚City of Music‘!“

Sharon Kam, Klarinettistin
„Ich unterstütze die Bewerbung der Stadt Hannover, weil Hannover durch und durch eine Musikstadt ist. Besonders beeindruckend ist die Arbeit des Knaben- und Mädchenchors. Hier erhalten die Kinder schon früh eine wunderbare vielfältige Ausbildung.“

(Pressemitteilung LH Hannover, 26.06.2013)

Kein Kommentar

Werbung

Kommentieren ist zur Zeit leider nicht möglich!

Werbung


 
30 Jahre 'Musik in St. Augustinus' - Alles zum Jubiläumsprogramm 2018
Kantorengottesdienst und Orgelmusik in St. Augustinus
Söök. Hannover wird durchsucht
Der Ricklinger Deich