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27.07.2012

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Hölty-Preis für Lyrik

Buch Termine

Hölty-Lyrikpreisverleihung im September mit umfangreichem, literarischem Begleitprogramm
Der zum dritten Mal verliehene “Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover” geht in diesem Jahr an Christian Lehnert und wird ihm am 12. September 2012, 20 Uhr, erstmals öffentlich im Kleinen Sendesaal des NDR Funkhauses in Hannover verliehen. Mit 20.000 Euro ist der Hölty-Preis für Lyrik derhöchstdotierteste Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum.
Er wird seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus von der Stadt und der Sparkasse Hannover verliehen. NDR Kultur ist in diesem Jahr Kulturpartner. Als Laudator konnte Sebastian Kleinschmidt gewonnen werden. Er ist Chefredakteur der Literaturzeitschrift “Sinn und Form”.

Rund um die Preisverleihung plant die Stadt gemeinsam mit den hannoverschen Literaturveranstaltern eine umfangreiches Begleitprogramm: In der Stadtbibliothek gibt es eine kleine Hölty-Ausstellung, im Literaturhaus wird das Lyrikfest gefeiert, der Literarische Salon und auch das Kulturbüro laden zu besonderen Lesungen ein und nicht zuletzt veranstaltet der Sprengel-Hannover gemeinsam mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien eine Lesung mit dem Hölty-Preisträger Christian Lehnert.

Mehr Informationen zum literarischen Begleitprogramm anlässlich der Verleihung des Hölty-Preises:

Kleine Hölty-Ausstellung Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, vom 10. bis zum 24. September
Anlässlich der Verleihung des Hölty-Preises für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover am 12. September an Christian Lehnert zeigt die Stadtbibliothek eine kleine Ausstellung mit originalen Briefen und Erstdrucken von Gedichten des Namenspatrons Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748 – 1776). In drei Tischvitrinen sind eigenhändige Gedichte und Briefe zu sehen, die Hölty an Heinrich Christian Boie und Johann Martin Miller schrieb. Hölty wurde am 21. Dezember 1748 in Mariensee bei Hannover geboren. Zusammen mit Miller und Voß gründete er 1772 den Dichterbund “Göttinger Hain”. Zu Lebzeiten erschienen seine Gedichte ausschließlich in Zeitschriften und Almanachen wie dem “Göttinger Musenalmanach”. Am 1. September 1776 starb Hölty im Beisein seiner Freunde Heinrich Christian Boie und Johann Thomas Ludwig Wehrs in Hannover. Die genaue Grabstelle auf dem Nikolaifriedhof an der Goseriede geriet in Vergessenheit. Seit 1901 erinnert das von Karl Gundelach geschaffene Denkmal an Hölty. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr, sonnabends von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Lesung und Gespräch des Kulturbüros Hannover, 25. September, 19.30 Uhr, “‘Die eigene Rede des andern…‘ (aus: Hölderlin: Die Wanderung), Dichter über Dichter”, Künstlerhaus, Sophienstraße 2
“… Gibt es ein Gedicht, das einen so über die Maßen mitgenommen hat, dass man es im Kopf immer bei sich trägt, das einen verstört, zur Verzweiflung bringt, von dem man heimlich besessen ist, auf das man gar mit Neid blickt? Welches Gedicht eines anderen hat einen begleitet, geprägt, zum Immerwiederlesen aufgefordert? Oder aber: Welches Gedicht aus jüngerer Zeit schaffte es, einen so zum Staunen zu bringen, dass man unbedingt darauf aufmerksam machen möchte?
Die horen luden ein zu einem Dichtertreffen der besonderen Art: zur “Wanderung” mit dem und durch das Gedicht, zum Sprechen über Gedichte, zur ganz persönlichen Aussage über das Gedicht eines anderen. Gleichzeitig baten sie die Anzitierten darum, auf die Essays zu ihrem Gedicht zu reagieren, so dass ein Gespräch zwischen den Zeilen entstand…”
Im Gespräch sind Martina Hespe, Leipzig, und Ann Cotton, Berlin. Marcel Beyer, Dresden, und Nico Bleutge, Berlin. Moderation: Jürgen Krätzer, Leipzig, Herausgeber der Literaturzeitschrift Die Horen.

Lyrikfest im Literaturhaus, 11. September, 19.30 Uhr, Lyrikfest “Gegenstrophen”, Sophienstraße 2, Eintritt: 8, ermäßigt 6 Euro, mit Klaus Merz, Alexander Nitzberg, Monika Rinck und Andre Rudolph, Musik: melkbook, Moderation: Michael Braun, Cornelia Jentzsch und Martin Rector

Mit dem Lyrikfest geben wir der Poesie eine Bühne und stellen – auf der Suche nach der poetischen Grammatik unserer Zeit – einige der wichtigsten Stimmen deutschsprachiger Gegenwartslyrik vor: Zurückhaltung und Treffsicherheit begegnen wir in den Gedichten von Klaus Merz, während uns Andre Rudolphs Lyrik schräge Schönheit und Aberwitz inmitten dessen zeigt, was man Wirklichkeit nennt. Wir erleben das ganz gegenwärtige Spielen auf der klassischen Klaviatur der Dichtung in den gereimten Zeilen Alexander Nitzbergs und staunen über die Gleichzeitigkeit von Denkvergnügen und Sinnverführung, wenn Monika Rinck als Stimmvirtuosin mal mit süßer, mal mit höhnischer Stimme zu uns spricht.

Klaus Merz genügen “wenige Pinselstriche, um zum Kern der Dinge zu gelangen und die schwankenden Fundamente des Weltgebäudes freizulegen” (Michael Braun). Merz´ Werk ist geprägt von schnörkelloser Sprache und hintergründigem Humor. In seiner dem Haiku verwandten Lyrik zeigt er sich als Meister der Balance zwischen den Verheerungen des Lebens und Momenten des Glücks. Der Dichter und Prosaist, 1945 in Aarau geboren, gehört zu den außerordentlichen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Zuletzt erschienen von ihm der Gedichtband “Aus dem Staub” (2010) sowie die ersten drei Bände seiner Werkausgabe. Merz lebt in Unterkulm/Schweiz. Er erhielt viele Auszeichnungen, zuletzt den Friedrich-Hölderlin-Preis und Basler Lyrikpreis 2012.

Alexander Nitzberg, geboren 1969 in Moskau, reiste 1980 nach Deutschland aus, wo er Musik, Germanistik und Philosophie studierte. Sein literarisches Handwerk hat er unter anderem von den russischen Dichtern gelernt, von denen er viele überragend ins Deutsche übersetzte. Nitzbergs Lyrik scheut sich nicht vor expressionistischen und surrealistischen Anklängen, vor Versmaß und Reim. Peter Rühmkorf lobte ihn einst für seinen “poetischen Gleichniszauber”. 2012 ist Nitzbergs Gedichtband “Farbenklavier” erschienen – kosmische, magische, virtuose Verse! Der vielfach ausgezeichnete Mitherausgeber der deutschen Daniil-Charms-Edition übersetzte zuletzt Bulgakows Meister und Margarita.

Monika Rinck führt uns poetisch und originell in labile Zwischenreiche der Sprache. Das Schreiben von Gedichten vergleicht sie mit einem “rhythmischen Zeremoniell”, gleich dem “Nestbau”, wobei ein Vers “Schutz, Werbung und Verführung gleichermaßen beherberge”. Ihre Lyrik steckt voller Imaginationskraft, intellektueller Lebendigkeit und literarischer Anspielungen. 2012 erschienen die Prosagedichte Honigprotokolle. Rinck lebt in Berlin und lehrte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Zuletzt erhielt sie den Berliner Kunstpreis Literatur. Gemeinsam mit Ann Cotten und Sabine Scho tritt Rinck als Rotten Kinck Schow auf.

Andre Rudolphs Gedichte zeugen von Wirklichkeitsbewältigung mittels melancholischem Humor, von der Entdeckung und Erfindung schräger Schönheit. Sie bestechen durch Leichtigkeit und Selbstironie. Rudolph, 1975 in Warschau geboren und in Leipzig aufgewachsen, studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik. Sein Debütband “fluglärm über den palästen unsrer restinnerlichkeit” (2009) erhielt wie seine Übersetzungen des polnischen Lyrikers Tadeusz Dabrowski eine Platzierung auf der SWR-Bestenliste. Rudolph lebt in Leipzig und erhielt unter anderem den Kranichsteiner Literaturförderpreis und dem Lyrikpreis Meran 2010. 2012 erschien sein Gedichtband “confessional poetry” bei luxbooks.

melkbook mit Christian Buck (elektrischer Bass) und Alex Goretzki (Klavier) setzt auf stil- und spartenübergreifende Performances, basierend auf Eigenkomposition und Improvisation. Das Duo erarbeitet Konzerte, Filmmusik und Hörspiele, bei denen akustische und elektronische Vorgehensweisen sich ergänzen, zum Beispiel 2010 das Projekt Listen Tagore Hoeren, 2009 Notes From the Pool, eine Performance im Hallenbad City Zürich, oder 2008 die Trilogie Im Treibeis Bengalens. Beide leben als freischaffende Musiker, Komponisten und Performer. Goretzki in Oldenburg, Buck in Zürich.
Zum Lyrikfest erscheint die vierte Ausgabe der Zeitschrift Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik im Wehrhahn Verlag Hannover. Herausgegeben von Michael Braun, Kathrin Dittmer und Martin Rector.

Das Lyrikfest 2012 und die Publikation Gegenstrophe werden von der Stiftung Niedersachsen und der S.Hannover-Stiftung gefördert.

Lesung im Literarischen Salon, 10. September, 20 Uhr, Sven Hillenkamp “Fußabdrücke eines Fliegenden”, Eintritt: 9, ermäßigt 5 Euro
Nach dem großen Erfolg seines Essays über “Das Ende der Liebe” tritt Sven Hillenkamp nun mit einen literarischen Text hervor, der alle Genregrenzen sprengt: “Fußabdrücke eines Fliegenden” ist ein langes Prosagedicht, das Erzählungen und Lyrik, Szenen und Bilder zu einem poetischen Geflecht vereint. Erneut begegnet uns Sven Hillenkamp als Autor, dessen Schreiben zwischen Soziologie, Philosophie und Dichtung changiert, und erneut stellt er die Frage nach der Physiognomie der Gegenwart – dem Leben im Zeitalter unendlicher Freiheit. Hier nun treten in Nahaufnahme die Subjekte in Erscheinung, die der Essay noch summarisch als “die freien Menschen” vorgestellt hatte. Wo sie im Medium der Poesie ihren Seelengrund belauschen, entfaltet sich ein Strom von verstörenden Anmutungen, Erfahrungen und Selbstwahrnehmungen. Die existenzielle Erfahrung des Schmerzes, der Lähmung, der Verlassenheit – sie passt so gar nicht zum Antlitz der “Shiny Happy People”, die zu sein wir heute dem Leben schulden: Das Leiden ist uns peinlich, unschicklich, unsäglich geworden, “Wovon man nicht sprechen kann, davon soll man schreiben,” variiert Hillenkamp ein Diktum Wittgensteins. Die Sprache der Dichtung als Zuflucht für das Unsägliche dient ihm gleichermaßen als Residuum und Repertoire, das dem Wortschwall der Klage nicht nur Raum und Gestalt gibt, sondern ihn in Formen der Verdichtung und Zuspitzung, der lakonischen oder paradoxen Wendung künstlerisch zu bannen und zu überwinden vermag.

Moderation: Jutta Person (Literaturkritikerin, Berlin)

Sven Hillenkamp, geboren 1971, studierte Politik, Soziologie, Geschichte, Philosophie und Islamwissenschaften in Bonn und Berlin. Er war für “Die Zeit” als Redakteur tätig und lebt heute als freier Autor in Berlin und Stockholm.

Für seinen Essay “Das Ende der Liebe. Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit” hat Sven Hillenkamp 2010 den mit 10.000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg erhalten.

5. November, 18 bis 20.30 Uhr, Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Rote Reihe 8, Christian Lehnert – Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, TRADITIONS-AUFBRUCH – “Hoffnungshauch wider die Wüstenwelt”
Podiumsgespräch über Tradition und Moderne mit Christian Lehnert (Leipzig), Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann (Hannover), Kirchenmusikdirektor Prof. Tillmann Benfer (Verden), Johannes Pflüger (Elze), Moderation: Prof. Dr. Hans Bäßler (Hannover), Musikalische Gestaltung: Prof. Emmanuel Le Divellec (Hannover), Improvisation; Vertonungen von Texten von Christian Lehnert; Werke von Francisco Correa de Arauxo (1584-1654)

Eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Hochschulgemeinde mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Anmeldung an das Hochschulpfarramt: info@esg-hannover.de. Weitere Informationen unter www.esg-hannover.de und www.sprengel-hannover.de

[Pressemitteilung LH Hannover, 27.07.2012]

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