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14.06.2012

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Michael Morgner. Zeichnungen

Ausstellung

Sprengel Museum Hannover 20. Juni – 30. September 2012
Das Sprengel Museum Hannover widmet dem Chemnitzer Künstler Michael Morgner (*1942) anlässlich des 70. Geburtstages eine retrospektive Ausstellung des zeichnerischen Werkes.
Seit 1978 hat Morgner Archetypen des modernen Menschen und seiner Lebenssituationen entwickelt, etwa die Angstfigur, den Kauernden, den Stürzende und den Schreitenden. Die Ausstellung lenkt nun erstmals den Fokus auf seine Natur- und Landschaftsdarstellungen.
Das wichtige Thema des Menschen verliert der Künstler jedoch auch hier nicht aus den Augen. In den Werken wird ein Dialog zwischen menschlicher Figur und Landschaft eröffnet. Der Landschaftsraum ist für Morgner vornehmlich ein Raum, in dem der Mensch zuhause ist.

Erstmals wird außerdem der Zyklus der Winterlandschaften aus den 1980er-Jahren präsentiert. Die jahreszeitlichen Besonderheiten werden abstrahiert, die Darstellungen sind insbesondere von Weiß bestimmt, einer in ihrer Symbolik widersprüchlichen Farbe, die Tod und Neubeginn gleichermaßen verheißt.

Ende der 1970er-Jahre entwickelte Morgner die Technik der „Lavage“, das partielle Auswaschen von nur zum Teil bereits getrockneter Tusche mittels eines starken Wasserstrahls. Im Prozess der Lavage-Technik kann kein exakter Verlauf produziert werden, das Ergebnis ist mehr oder minder zufällig und inspiriert Morgner zu immer neuen Ansätzen innerhalb einer Arbeit. Morgner macht das Naturelement Wasser zu seinem Malmittel, große Mengen kommen dabei zum Einsatz. Insbesondere großformatige Werke können auf diese Weise nur auf einem Waschplatz vor dem Atelierraum inmitten der Naturkulisse entstehen.

Bei seiner Suche nach innerer Wahrheit und Wahrhaftigkeit interessieren den Künstler die Grundprobleme der menschlichen Existenz, die spannungsreichen Konflikte zwischen Mann und Frau oder die Auseinandersetzungen zwischen Individuum und Gruppe. Dabei geht er über das Tagespolitische hinaus, gleichwohl er die geschichtliche Situation eines Lebens in der DDR mit seiner Machtwillkür und existenziellen Ohnmacht immer mitgedacht hat.

Katalog

Es erscheint ein Katalog im Snoeck Verlag, der Texte von Karin Orchard und Ursula Panhans-Bühler sowie zahlreiche farbige Abbildungen auf insgesamt 128 Seiten umfasst.

Der Katalog wird gefördert von der Stiftung WRT.

Leihgeber

Die rund 100 ausgestellten Werke sind aus dem Besitz des Künstlers, der Sammlung der Stiftung WRT, dem Kupferstichkabinett Dresden und dem Sprengel Museum Hannover.

Initiiert wurde die Ausstellung durch den Ankauf eines Zeichnungskonvoluts von Michael Morgner im Sommer 2011 durch die FAMAKunststiftung, die das Sprengel Museum Hannover bei der Erweiterung seines Sammlungsbestandes der Zeichnungen unterstützt.

Gerhard-Altenbourg-Preis

Im November 2012 wird Michael Morgner der bedeutende Gerhard-Altenbourg-Preis 2012 des Lindenau-Museums in Altenburg verliehen.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Carlfriedrich Claus, Roman Opalka und Cy Twombly.

[PM Sprengel Museum Hannover, 14.06.2012, Dr. Isabelle Schwarz]

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