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29.05.2012

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Made in Germany Zwei: Filmprogramm

Ausstellung Termine

Made in Germany Zwei Samstag, 2. Juni 2012, 12 – 17:40 Uhr, Sprengel Museum Hannover, Auditorium
Das Auditorium des Sprengel Museums Hannover wird zum Kinosaal: Im Rahmen der Ausstellung MADE IN GERMANY ZWEI werden am Samstag, den 2. Juni Künstlervideos und Filme gezeigt, die in den vergangenen vier Jahren in Deutschland entstanden sind. Insgesamt laufen acht Filmproduktionen von in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern, die das Programm der Ausstellung ergänzen und erweitern. Kurzfilme wechseln mit Spielfilmartigen Formaten, sprachlose Bildkunstwerke mit Erzählungen (und der Reflektion von Erzählformen). Die Spannbreite reicht vom dokumentarischen Format bis hin zum Musikvideo und gibt einen Einblick in aktuelle künstlerische Filmproduktionen.

Drei Felder gliedern das Programm: Den Anfang macht die Sektion „Lost in Music“ (12 bis 13 Uhr) mit einer Produktion von Erik Bünger, welche persönliche und kollektive Erinnerung anhand von Pop- und Film-Musik zu immer neuen Verknüpfungen führt (Ohrwurm garantiert). „Rekonstruktionen“ (13 bis 14:40 Uhr) versammelt vier kürzere Arbeiten, welche sich auf vorhandene Filme, Bilder oder historische Ereignisse beziehen und diese jeweils neu imaginieren und im Medium Video umsetzen. Die Sektion „Arbeit / Leben“ (15:30 bis 17:40 Uhr) schließlich stellt drei Arbeiten vor, die sich auf je unterschiedliche Weise mit Formen von Arbeit, Perspektiven, Hoffnungen und Lebensformen auseinander setzen.

Das Filmprogramm ist der erste von drei Programmtagen, die gemeinsam vom Sprengel Museum Hannover, dem Kunstverein Hannover und der kestnergesellschaft im Rahmen von MADE IN GERMANY ZWEI konzipiert und organisiert werden. Am Sonntag, 1.7. findet ein Performanceprogramm statt mit Beiträgen von Michele die Menna, Prinz Gholam und Mathilde Rosier. Am Samstag, 21.7. bei „Making Culture. Institution der Zukunft – Zukunft der Institution“ diskutieren Gäste aus Museen, Kunstvereinen und Projekträumen über Formate und Funktionen von Ausstellungen und deren Entwicklungen.

Die Teilnahme ist mit einer gültigen Eintrittskarte der Ausstellung kostenfrei.

Filmprogramm

  • Teil 1: Lost in Music (12 bis 13 Uhr)

    12 Uhr
    Erik Bünger
    *1976 in Växjö, Schweden; lebt in Berlin
    The Third Man, 2010
    Video, Farbe, Ton, 48 Min.

    Der Film folgt den Spuren einer flüchtigen Erscheinung genannt „Der Dritte Mann“. Wir hören, wie er sich zwischen den Bolzen einer Musikbox bewegt, eine taumelnde, vorherbestimmte Bewegung in einer rohen Imitation von Leben. Er nimmt Platz im ekstatischen Körper von Julie Andrews, wobei sieben unschuldige Kinder zu musikalischen Puppen werden, jedes einzelne reduziert auf eine Note in der diatonischen Tonleiter. Er ist die Stimme jeder Schwangeren, die den wehrlosen Foetus in Liedern badet.

    The Third Man ist eine Koproduktion mit der Impakt Foundation, Utrecht Rahmen von Impakt Works 2010 und wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Stadt Utrecht sowie der Mondrian Stichting.

  • Teil 2: Rekonstruktionen (13 bis 14:40 Uhr)

    13 Uhr
    Ming Wong
    *1971 in Singapur, lebt in Berlin und Singapur
    Angst Essen / Eat Fear, 2008
    Video, Farbe, Ton, 27 Min.

    Ming Wongs Rekonstruktion des Fassbinder-Films Angst essen Seele auf (1973) erzählt die Geschichte von Emmi, einer Putzfrau aus München, und ihrer Liebe zu Ali, einem jungen Marokkaner. Das ungleiche Paar lebt zusammen und heiratet, ist jedoch ständig sozialem Druck und Diskriminierung ausgesetzt. Ming Wong spielt in Angst Essen/Eat Fear alle Rollen, in gebrochenem Deutsch hin und her wechselnd zwischen verschiedenen durch Alter, Geschlecht oder Nationalität geprägten Identitäten. Jede Figur wird so zum „Anderen“ oder „Fremden“. Ming Wongs Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ hat eine humorvolle und unterhaltsame Ebene, die lustvoll die Möglichkeiten des „Dazwischen“ von Geschlecht, Sprache und Nationalitäten auslotet.

  • 13:30 Uhr
    Tarje Eikanger Gullaksen
    *1973 in Norwegen, lebt in Berlin
    Unfinished Symphony, 2009
    HD Video, Farbe, Ton, 19:04 Min.

    Unfinished Symphony porträtiert das Laboratorium des Psychoanalytikers und Psychiaters Wilhelm Reich (1897–1957). Reich widmete sich u.a. der Erforschung einer von ihm entdeckten Energie, die er als „Orgonenergie“ bezeichnete. Im Jahr 1956 wurde sein Labor zerstört und seine Forschung verboten. Gullaksen rekonstruierte das Labor nach Aufzeichnungen des damals 12-jährigen Sohnes Peter Reich, der an der Zerstörung der Arbeit seines Vaters beteiligt wurde. Gullaksens hypnotischer Film imaginiert einen längst nicht mehr existierenden Raum als Bild für die Grenzen von Realität und den Versuch, diese Grenzen gedanklich zu überwinden und damit ein neues Bild zu erschaffen – und nicht zuletzt als Bild des Scheiterns dieses Versuchs.

  • 13:55 Uhr
    Dani Gal
    *1975 in Jerusalem, lebt in Berlin
    Nacht und Nebel, 2011
    HD Video, Farbe, Ton, 22 Min.

    Am 11. April 1961 begann der Eichmann-Prozess in Jerusalem. Ein israelisches Gericht verurteilte den Nationalsozialisten Adolf Eichmann zum Tode wegen Verbrechen gegen die Menschheit und Kriegsverbrechen. Er wurde am 31. Mai 1962 hingerichtet. In der Nacht nach der Exekution erhielt eine Gruppe von Polizeioffizieren den Befehl, seine Asche in den internationalen Gewässern jenseits der Küste von Jaffa zu zerstreuen. Das Drehbuch basiert auf einem Interview, das Dani Gal mit dem Shoah-Überlebenden Michael Goldmann führte. Goldmann war einer der Polizisten an Bord des Schiffes.
    Produziert für die 54. Venice Biennale, ILLUMInations, 2011

  • 14:20 Uhr
    Mario Pfeifer
    *1981 in Dresden, lebt in Berlin
    Yet Untitled [Pieces of Nature], 2008
    S16mm transferiert auf HD, Farbe, Ton, 11:30 Min.

    Yet Untitled [Pieces of Nature] thematisiert die Konstruktion einer Situation, die sich immer wieder als solche zeigt. Schauspieler spielen Schauspieler, die Schauspieler spielen – wie auch den Regisseur und vielleicht auch „echte Menschen“. Ausgangspunkt des Videos ist das Foto Picture for Women (1979) von Jeff Wall, das seinerseits Édouard Manets Gemälde Eine Bar in den Folies- Bergère (1882) interpretiert. Pfeifer bringt diese bildliche Inszenierung als weitere Station in Bewegung: in seiner Umsetzung in das Medium Video.

  • Teil 3: Arbeit / Leben (15:30 bis 17:40 Uhr)

    15:30 Uhr
    Libia Castro & Ólafur Ólafsson
    Libia Castro (* in Madrid) und Ólafur Ólafsson (* in Reykjavik) arbeiten seit 1997 zusammen. Sie
    leben in Berlin und Rotterdam.
    Lobbyists, 2009
    HD video, Farbe, Ton, 16:33 Min.

    In diesem Video porträtieren Castro und Ólafsson Lobbyisten in ihrem Arbeitsfeld und gehen dem Sog ihrer Aktivitäten in Brüssel und Strasbourg nach. Im Folgenden beauftragten sie den britischen Journalisten Tamasin Cave, eine Analyse des heutigen Lobbyismus zu schreiben. Dieser Artikel wird umgesetzt als Reggae-Song, interpretiert von der isländischen Band Hjálmar. Das 16-minütige Musikvideo spielt mit verschiedenen Genres und Bildern, während es durch die Brille des Humors politische Verstrickungen und Widersprüchlichkeiten von Lobbying betrachtet.
    Lobbyists wurde ermöglicht durch die Rijksakademie van Beeldende Kunsten und Prix de Rome 2009, Amsterdam.

    Filmstill aus Haust von Loretta Fahrenholz

  • 15:50 Uhr
    Loretta Fahrenholz
    *1981 in Starnberg, lebt in Berlin und New York
    Haust, 2010
    Video, Farbe, Ton, 71 Min.

    Haust erzählt in fragmentarischen Sequenzen von drei ehemaligen Student/innen in einer Wohn- gemeinschaft, bei denen ein arbeitsloser Freund Unterschlupf sucht.
    Es wird das Bild einer zeitgenössischen Bohème gezeichnet, die sich auf der Schattenseite der Winners-take-all-Ökonomie des Kunstmarkts wiederfindet.

  • 17:10 Uhr
    Nina Fischer & Maroan el Sani
    Nina Fischer (* in Emden) und Maroan el Sani (* in Duisburg) arbeiten seit 1993 zusammen. Sie
    leben in Berlin und Sapporo.
    Narita Field Trip, 2010
    HD Video, Farbe, Ton, 30 Min.

    Narita Airport, der internationale Flughafen Tokios, war einst Schauplatz der längsten und gewalttätigsten Konflikte in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Seit 1966 kämpften ortsansässige Landwirte, um ihr Land zu beschützen: zuerst vor den Bulldozern, später vor der Umweltzerstörung, die der Bau eines modernen Flughafens mit sich bringt. Die Geschichte des Films handelt von einem jungen Pärchen aus Tokio, das nach Narita kommt, um ein Praktikum auf einem Biobauernhof zu machen. Während ihres Aufenthalts erkunden sie die Umgebung und werden mit der Geschichte des Ortes konfrontiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.madeingermanyzwei.de

Institutionen

[PM MADE IN GERMANY ZWEI via Sprengel Museum Hannover, 29.05.2012, Silke Janßen]

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