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27.03.2012

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Hannover im Wort

Buch Musik Termine

Hannover im WortZeichen zum Gedenken an die nationalsozialistische Bücherverbrennung in Hannover
Am 10. Mai 1933 wurden Bücher von jüdischen, liberalen, pazifistischen und marxistischen Literatinnen und Literaten verbrannt. Dies war ein massiver Schlag gegen die künstlerische und geistige Freiheit in Deutschland und sichtbarer Anfangspunkt der systematischen Verfolgung der geistigen Eliten Deutschlands.
In Hannover fand die Bücherverbrennung an der in den Maschwiesen gelegenen Bismarck-Säule statt: Studenten und Lehrangehörige der hannoverschen Hochschulen brachten die in den Vortagen eingesammelten Bücher dorthin und verbrannten sie.

Das Gemeinschaftsprojekt der Schriftstellerin Corinna Luedtke, der Landeshauptstadt Hannover (Projekt Erinnerungskultur) und der Region Hannover wird an vier Veranstaltungstagen mit verschiedenen künstlerischen Darstellungsformen über die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten aufklären und den authentischen Ort in Hannover (im heutigen Maschsee) wieder ins Bewusstsein rücken.

Das Projekt setzt Zeichen für die Wichtigkeit geistiger und künstlerischer Freiheit, für die Gestaltung der Gesellschaft durch Kunst und Kultur sowie für einen lebendigen Austausch. Durch die Beteiligung von Schulen werden Jugendliche angeregt, Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.

Das Programm

08. Mai 2012 – 11. Mai 2012

8. Mai 2012 20:30 Uhr
Music in Death Camps
Konzert/concert – Kooperationsveranstaltung

Das internationale Projekt „Music in death camps“ macht deutlich, wie junge Studierende von Musikhochschulen aus Polen, Israel und Deutschland unter Einbezug ihrer nationalen Identitäten die Vergangenheit des Holocaust und des Kriegs bewerten. Es bietet den Studierenden die Möglichkeit, diese Erfahrungen in einem gemeinsamen Konzert zu verdeutlichen.

Das Kooperationsprojekt der Partnerstädte Hannover und Poznan und Marcin Sompolinski mit der Unterstützung von Hans-Christian Euler wurde mit Hilfe des Programms „Europe for Citiziens“ der Europäischen Kommission finanziert. Veranstalter: Landeshauptstadt Hannover – Kulturbüro/Projekt Erinnerungskultur in Kooperation mit Stiftung Kunstfabrik Posen (Fundacja Fabryka Sztuki). Weitere Informationen: www.erinnerungundzukunft.de
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, 30169 Hannover

09. Mai 2012 20:30 Uhr
„Das war ein Vorspiel nur …“
Am authentischen Ort

Der Abend informiert über die historischen Zusammenhänge des Geschehens. Am Vorabend des Jahrestages der Bücherverbrennung wird der authentische Ort des nationalsozialistischen Verbrechens symbolisch sichtbar:
Eine Bild-, Ton- und Videopräsentation informiert über die Bücherverbrennung. Eine Illumination kennzeichnet auf dem Wasser den ehemaligen Ort der Bücherverbrennung in Höhe der Geibelbastion. Schülerinnen und Schüler der Tellkampfschule Hannover begleiten das Programm musikalisch.
Ort: Maschsee, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, Höhe Geibelstraße, 30173 Hannover

10. Mai 2012 15:00 – 18:30 Uhr
„… dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
Die Lesungen

Am 79. Jahrestag der Bücherverbrennung stehen die Texte der 1933 bis 1945 verfolgten Literatinnen und Literaten im Vordergrund: Auf dem hannoverschen Opernplatz lesen Prominente, die sich mit Hannover verbunden fühlen, ausgewählte Texte vor. Die Lesung wird ergänzt durch Informationen zu den Schriftellerinnen und Schriftstellern, die Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Schule in Laatzen im Vorfeld erarbeitet haben und vorstellen werden. Die Integrierte Gesamtschule Kronsberg Hannover wirkt an der Ausgestaltung dieses Veranstaltungstages mit.
Die Lesungen werden von Klezmermusik umrahmt. Initiativen, Schulen und Vereine stellen ihre Projekte für Vielfalt und Toleranz an Infotischen vor. Die zentrale Veranstaltung wird durch Grußworte des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover eröffnet.
Ort: Opernplatz Hannover, 30159 Hannover

11. Mai 2012 19:00 Uhr
„Lieder aus Leid“
Das Konzert

An dem Konzert- und Liederabend in der Neustädter Hof- und Stadtkirche präsentieren internationale Musiker unter anderem in einer Welturaufführung den Liederzyklus „Lieder aus Leid“. Die von dem Komponisten Gregers Brinch vertonten Gedichte Inhaftierter aus den KZs setzen den Höhepunkt zum Abschluss der Veranstaltungstage „Hannover im Wort“. Der Komponist ist an dem Abend zugegen und gibt eine Einführung zur Entstehungsgeschichte des Werkes.
Erstmals werden bei diesem Konzert auch Lieder der Komponistin Dorothee Fischer (1894 – 1981) aufgeführt, die als Tochter des Künstlerpaares Jenny und Otto Fikentscher im badischen Malerdorf Grötzingen bei Karlsruhe aufwuchs.
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, 30169 Hannover

Veranstalter: Corinna Luedtke (Schriftstellerin), Landeshauptstadt Hannover – Projekt Erinnerungskultur, Region Hannover

[Pressemitteilung Hannover im Wort via Netzwerkes Erinnerung und Zukunft, 27.03.2012, Dirk Ihle]

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