17.12.2010

Werbung

Geplantes Chorzentrum: Christuskirche wird umgebaut

Nicht kategorisiert

Die von Conrad Wilhelm Hase geplante Christuskirche prägt seit 1864 den Klagesmarkt und markiert den Eingang in die Nordstadt von Hannover. Rechtzeitig zum 150. Jubiläum soll nun das wichtigste Bauwerk Hases nach Plänen von ahrens grabenhorst architekten BDA vom Herbst 2011 an umgebaut und als Chorheim für den Mädchenchor und Grundstein für ein geplantes Chorzentrum im Sommer 2012 eingeweiht werden.

Zentrales Element des geplanten Umbaus ist die Integration eines zirka 160 Quadratmeter großen Probenraums im Innenraum der Christuskirche. Durch den Umbau erhält die denkmalgeschützte Kirche neben ihrer eigentlichen Funktion als Gotteshaus eine neue sinnstiftende Nutzung als multifunktional nutzbarer Raum für Musik und Theater. Altes und Neues ergänzen sich zu einem kraftvollen, identitätsstiftenden Ensemble.

Ermöglicht wird der Umbau durch Mittel der ev.-luth. Nordstädter Kirchengemeinde und des Stadtkirchenverbandes, die im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Gesamtnutzungskonzept für die Innensanierung der Kirche investiert werden können. Darüber hinaus hat der Mädchenchor Hannover diverse Investoren für eine Realisierung des ambitionierten Vorhabens gewinnen können. Auch Räumlichkeiten des angrenzenden Gemeindehauses werden als Büro- und Sozialräume sowie zu Probenräumen für Chor und Stimmbildung umgebaut.

Die Stadt Hannover hat die Schirmherrschaft des Projekts übernommen. Das Chorzentrum, das zurzeit auf drei Standorte und Säulen (Knabenchor in der Grundschule Meterstraße, Mädchenchor in angemieteten Räumen des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium und die Chorangebote der Musikschule im Haus der Jugend) verteilt ist, erhält durch diese Investitionen in neue Räumlichkeiten für den Mädchenchor eine weitere räumliche Option und Vision. Das Chorzentrum in der Christuskirche soll sowohl als Zentrum für die Breiten- als auch für die Spitzenförderung entwickelt werden. So bietet die Christuskirche auch für die Singklassen der Musikschule der Stadt Hannover neue Optionen.

Zitate

Hans-Martin Heineman (Stadtsuperintendent):
“Wir haben im engen Dialog mit der Stadt Hannover und den beteiligten Chor-Institutionen eine neue Nutzungsvision für die Christuskirche gesucht. Wir sind sehr glücklich über die Pläne, die all das umsetzen, was wir uns für jede Kirche wichtig ist: nämlich eine belebte Kirche, die klingt und feiert, die Gott in Stein und Wort bezeugt sowie Leben bringt und Lebendigkeit schenkt. Die Christuskirche als gemeinsames Projekt von Gemeinde und Kultur in der Stadt wird eine große Strahlkraft entwickeln.”

Prof. Gudrun Schröfel (Leiterin Mädchenchor Hannover):
“Mit dem beabsichtigten Bauvorhaben Christuskirche kommt der Mädchenchor der Verwirklichung eines eigenen Domizils für seine gesamte Chor- und Singschule einen entscheidenden Schritt näher. Mit der Christuskirche entsteht ein wunderbarer Ort für die Chormusik und eine spannende Zukunftsperspektive, die die Chance einer Weiterentwicklung qualitätssteigernder Kinder- und Jugendchorarbeit eröffnet.”

Marlis Drevermann (Kulturdezernentin Stadt Hannover):
“Hannover ist eine Chor-Stadt und zeichnet sich durch eine besonders vielfältige und qualitätsvolle Chorlandschaft aus. Mit dem Umbau der Christuskirche wird nicht nur ein neuer attraktiver Proben- und Konzertraum für die Chorszene in Hannover geschaffen, sondern zum ersten Mal eröffnet sich zudem die Chance, die bereits existierende Zusammenarbeit der profilierten Kinder- und Jugendchöre in Hannover auch zu neuen räumlichen Perspektiven zu führen. Die Christuskirche und die genutzten Gemeinderäume können zudem für Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Als Zentrum für Kinder- und Jugendchormusik wird die Christuskirche in Zukunft ganz wesentlich zu einer Qualitätssicherung und Stärkung der Chorszene in und für Hannover beitragen. Auch das stadträumliche Spannungsfeld von Innenstadt – Klagesmarkt – Universität und Georgenstraße – Nordstadt und den Herrenhäuser Gärten und Schloss erhält mit der umgebauten Christuskirche eine neuen Schwerpunkt.”

Prof. Jörg Breiding (Chorleiter Knabenchor Hannover):
“Mit dem Umbau der Christuskirche zum Chorheim für den Mädchenchor erhält das Chorzentrum für Kinder- und Jugendchorarbeit einen weiteren geeigneten Standort, was der Stärkung des Profils von Hannover als Chorstadt hervorragend zu Gute kommt. Ich freue mich besonders auf den neuen Konzertraum, der bereits ab 2012 zur Verfügung stehen wird.”

Verena Tschira (Leiterin der städtischen Musikschule):
“Besonders wichtig ist uns die Weiterentwicklung der bestehenden Chorangebote der Musikschule mit neuen Angeboten etwa zum Beispiel im Bereich Musiktheater. Für die Übergänge zwischen den Kinder-, Jugend- und Erwachsenenangeboten im Bereich Chor bedeutet die Bündelung an einem zentralen Ort und die Vernetzung eine zukunftsweisende Perspektive.”

[PM LH Hannover, 17.12.2010]

Kein Kommentar

Werbung

Kommentieren ist zur Zeit leider nicht möglich!

Werbung


 
30 Jahre 'Musik in St. Augustinus' - Alles zum Jubiläumsprogramm 2018
Kantorengottesdienst und Orgelmusik in St. Augustinus
Region Hannover wird durchsucht
Schünemannplatz