01. September 2010

Klang-Kunst-Projekt Zwischenzweien

Ausstellung Musik

Mit den Augen sehen – Kunst.
Mit den Ohren hören – Klang.
Mit den Augen hören – Innenklang.
Mit den Ohren sehen – Innenbild.

Hören, was das Auge sieht und sehen, was das Ohr hört.

Ein Zwiegespräch zwischen Auge und Ohr, Kunst und Klang, Künstlerin und Musiker.
Dialoge zwischen zweien – ZWISCHENZWEIEN. Bis 24. September 2010 im Atelier Grammophon, Edwin Oppler Weg 5, 30167 Hannover

In der Musik spielt die Kommunikation, der Dialog zwischen den Instrumenten (z.B. im Sinfonieorchester,…), aber auch zwischen den Musikern (besonders in der improvisierten Musik) eine bedeutende Rolle: Unterstützung des Gehörten, Ablehnung, einvernehmliches Miteinander, Streit, Trost, Erregung, Beruhigung,…. All das im Ablauf der Zeit und/oder nebeneinander. Im Konzert wird der Zuhörer Teil des Geschehens, reagiert mit seinen inneren Bildern, nimmt an, lehnt ab, ist erregt, beruhigt,…. Musik ist eine überaus soziale, kommunikative Ausdrucksform, Ausdruckskunst.

Zwischenzweien

Der bildenden Kunst fehlt normalerweise dieser Austausch, dieses Miteinander. Sie ist vornehmlich Ausdruck des einzeln Schaffenden, der allenfalls während der Ausstellung mit dem Betrachter in Kontakt tritt. Das bildnerische Werk kann den Sehenden zu einem stillen Gespräch einladen oder herausfordern.

Mit unserem Projekt ZWISCHENZWEIEN wollen wir den Dialog der beiden künstlerischen Ausdrucksformen in den Vordergrund stellen: Die Künstlerin entwirft ein Ensemble von Plastiken, die als Klangkörper nutzbar sind. Der Musiker antwortet mit Klangcollagen, die u.a aus Geräuschen des Schaffensprozesses und der Plastiken selbst bestehen, bearbeitet unter musikalischen Gesichtspunkten, ergänzt mit assoziativem Klangmaterial.

Diese Klangcollagen wiederum sind Grundlage für eine Werkgruppe von großformatigen Bildern, die einen bildnerischen Widerhall, ein sichtbares Echo des Hörerlebens darstellen.

In einer 4-wöchigen Ausstellung werden die entstandenen Werke präsentiert. Dabei soll der Schaffensprozess selbst zum Vorschein kommen. Die sichtbaren Kunstobjekte werden akustisch von einer Klanginstallation umrahmt. Diese besteht aus dem während der Produktionsphase eingesetzten Klangmaterial. So wird der Dialog zwischen Objekten und Klang erlebbar.

Mehrere kleine, im Raum verteilte Lautsprecher sorgen dafür, dass der Besucher in einen hörbaren Kunstraum eintaucht und selbst Teil der Kunst wird, mit seinen Innenbildern, seinen Gehgeräuschen, …

DIALOGE ZWISCHEN ZWEIEN
FR 10. SEPTEMBER 20 UHR + FR 17. SEPTEMBER 20 UHR
In dieser Veranstaltung begeben sich die beiden Künstler in einen öffentlichen
»Dialog zwischen zweien« mit anschließendem Gesprächsangebot, um den
Arbeitsprozess nachvollziehbar zu machen.

FINISAGE: FR 24. SEPTEMBER 20 Uhr
MOMENTGESCHICHTEN
Die Ausstellung schließt mit einer Performance des Tänzers Christoph Schütz und dem Improvisationsmusiker Jürgen Morgenstern.
MOMENTGESCHICHTEN entstehen im Dialog mit den ausgestellten Objekten und Klängen.

Momentgeschichten

In der Ausstellung ZWISCHENZWEIEN präsentieren die bildende Künstlerin Anne Brömme und der Improvisationsmusiker Jürgen Morgenstern die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit.
In klanglich-musikalisch-bildnerischen Dialogen entstanden großformatige Bilder, Skizzen und mehrere Skulpturen.
Klänge und musikalische Improvisationen des Enstehungsprozesses wurden zu einer Klanginstallation für 10 Lautsprecher zusammengestellt, die während der Ausstellung in immer wieder wechselnden Zusammenklängen Beziehung aufnehmen zu den ausgestellten Objekten.

Atelier Grammophon
Edwin Oppler Weg 5,
30167 Hannover
Öffnungszeiten: Fr 17 - 20 Uhr, Sa 14 - 19 Uhr und So 11 - 17 Uhr

[PM Anne Brömme, 1. September 2010]

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