27. August 2010

Kein Weg zurück

Buch Termine

Nevermind e.V.Vorstellung des Buches „Kein Weg zurück“ von Andreas Spindler
am Freitag, 22.10.2010, um 19 Uhr, im LesBiSchwulen Infoladen Knackpunkt, Knochenhauerstraße 11 30159 Hannover, Eintritt frei!

Kein Weg zurück - Heißt das wirklich Weggang ohne Wiederkehr?
Bedeutet dieses etwas hinter sich zu lassen, ohne sich zu erinnern?
Ist die Option, keinen Weg zurück zu haben, eine Ultimative? Kein Weg zurück, dies heißt für den jungen Protagonisten Jan mit vergangenen Dingen abzuschließen, damit er sich auf sein Leben einlassen kann. Bis dahin aber ist es ein weiter und vor allem verlustreicher Weg für ihn. Denn erst die Erhellung längst vergangener Ereignisse ermöglicht ein Finden zu sich selbst.

Andreas Spindler beschreibt die Lebenssituation des Jungen Jan und bringt den Lesenden nach und nach nahe, was sich in seiner Vergangenheit abgespielt haben muss. Hierbei hatte ein tragisches und tödlich endendes Familiendrama in Jans Leben überhandgenommen und ihn damit aus jeglichen festen Strukturen gerissen. Der Umgang mit dem Tod der Mutter, Gewalt, das Gefühl der Haltlosigkeit während seines Heimaufenthaltes und die Suche und das Erforschen nach der eigenen sexuellen Identität stellen den jungen Protagonisten vor die Meisterung des Ankommens und Leben wollen. Das Abwenden vom Vater und die Beziehung zu dem interessanten Sascha - was heißt für Jan Zukunft? „Nur wer ballastfrei ist, kann sich auf das LEBEN freuen!“ schreibt Spindler. „Jan muss, damit er das erlangen kann, sich und seine Geschichte erneut durchleben, bis er endlich LEBEN kann.“

Andreas Spindlers Bücher erzählen von Personen, die mitten unter uns leben könnten. Menschen, wie sie unsere Gesellschaft hervorbringen kann, deren eigene Thematik sich um das Coming-Out, Homophobie, bezahltem Sex, Verbrechen, Mord, Diebstahl, Körperverletzung, Ängsten, Verlust- und Versagensängsten, Drogen, Tod, Schicksalsschlägen und Emotionen drehen vermag.

Wir möchten Euch alle einladen, sich auf diese Reise zu begeben. Zu jungen Heranwachsenden, zu Kommissaren, zu Rechtsanwälten, zu Vätern und Müttern. Zu Menschen, bei denen plötzlich nichts mehr ist, wie es einst mal war. Wo Veränderungen, schmerzliche Verluste antreibt und wegspült, von dem, was einmal Bestand hatte. Diese Menschen Antworten suchen, finden und sich ihnen stellen müssen. Sie gezwungen sind, sich neu zu definieren. Sie erst haltlos werden müssen um letztendlich versagenden, oder auch gewinnenden neuen Halt gewinnen können.

Die Lesung ist Teil der Reihe „Queergelesen“, die der Nevermind e.V. in Kooperation mit dem Schwulen Forum Niedersachsen und der Stiftung Leben und Umwelt/Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen veranstaltet.

[PM Nevermind e.V. 26.08.2010, Annika Polzyn]

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