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01.07.2010

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Leibniz-Büste: Kopie kehrt zurück in den Georgengarten und vervollständigt Tempel

Nicht kategorisiert

Pünktlich zum Geburtstag von Gottfried Wilhelm Leibniz am 1. Juli setzt die Stadt Hannover dem bedeutenden Universalgelehrten ein Denkmal. Eine Kopie der ursprünglich dort aufgestellten Büste wird wieder Mittelpunkt des Leibniztempels im Georgengarten. Kulturdezernentin Marlis Drevermann: “Endlich erlangt der Tempel seine frühere Bedeutung zurück, eine öffentliche Würdigung Leibniz’ an prominenter Stelle unserer Stadt. Immerhin ist der Georgengarten das grüne Wohnzimmer der Hannoveranerinnen und Hannoveraner und zählt jährlich Hunderttausende Besucherinnen und Besucher.”

Was Denkmalpfleger wie Urs Boeck schon seit Jahren forderten, ließ Kulturdezernentin Drevermann in die Tat umsetzen. Leibniz zieht wieder in den Tempel ein. Finanzielle Unterstützung leisteten dabei die Vereine “Freunde der Herrenhäuser Gärten” und “Freunde des Historischen Museums” sowie die Sparkasse Hannover. Wolfgang Besemer aus dem Vorstand der “Freunde der Herrenhäuser Gärten”: “Die Rückkehr der Leibniz-Büste in den Tempel entspricht ganz klar dem Vereinsziel, das historische Erbe der Gärten zu erhalten. Wir freuen uns sehr, dass wir zur Verwirklichung beitragen konnten.” Eine große Hilfe war darüber hinaus das Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover, wo die Leibniz-Büste mit moderner Technik vermessen wurde – eine wichtige Grundlage für die Gussform.

Die Original-Büste aus Carrara-Marmor steht seit 1982 im Technologie-Centrum Hannover (TCH), nachdem sie im Georgengarten permanent mit Graffiti verunstaltet wurde. Sie soll im neu geplanten Schlossmuseum Herrenhausen eine neue Heimat finden. Drevermann: “Die Büstenkopie im Leibniztempel ist schon ein großer Schritt zur Würdigung des Gelehrten an einer wichtigen Stätte seines Wirkens, den Herrenhäuser Gärten. Mit dem Einzug des Originals ins Schlossmuseum wird die Würdigung dann vollendet.”

Die Kopie der Büste ist aus Beton und mit einer Antigraffiti-Beschichtung versehen. Die Kulturdezernentin hatte sich in Abstimmung mit Fachleuten des städtischen Gebäudemanagements und des Denkmalschutzes gegen Marmor und für Beton entschieden. Ausschlaggebend waren geringere Kosten, doch auch eine deutliche Abgrenzung vom Original war erwünscht. Die Gestaltung entspricht ansonsten exakt dem gegenwärtigen Zustand des Originals, das der Bildhauer Christopher Hewetson (1739 – 1799) 1790 schuf. Sie stand als Mittelpunkt des Leibniztempels an dessen ursprünglichem Standort, dem heutigen Waterlooplatz. Der Tempel war bei seiner Fertigstellung 1790 das erste öffentliche Denkmal für einen Nicht-Adeligen in Deutschland. 1935 wurde er in den Georgengarten versetzt, 1986 erfolgte die letzte große Ausbesserung des Tempels.

Nicht nur der Leibniztempel im Georgengarten erinnert an das Werk des Hofrats in den Herrenhäuser Gärten. Auch das Leibnizzimmer im Galeriegebäude, die Große Fontäne, der Berggarten als Standort einer früheren Maulbeerplantage und bald wieder das Schloss Herrenhausen zählen zu Hannovers “Leibniz-Stätten”, ebenso wie die Leibniz Universität Hannover, die Gottfried Wilhelm Leibniz Landesbibliothek, das Historische Museum Hannover, die Grabstätte in der Neustädter Kirche und viele weitere.

Aufschrift auf der Bronze-Gedenktafel am Denkmal:
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716)
Porträtbüste von Christopher Hewetson (1739 – 1799)
Original im Hist. Museum, Schloss Herrenhausen

Die Anfertigung der Kopie wurde möglich durch die Freunde der Herrenhäuser Gärten e.V. mit Unterstützung der Sparkasse Hannover und der Freunde des Historischen Museums e.V..

[PM LH Hannover, 01.07.2010]

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