Wenn Gummistiefel laufen lernen
Die neue Dokumentation des Kita-Projektes »Mobiles Atelier« ist erschienen Seit vier Jahren ist das preisgekrönte Großprojekt »Mobiles Atelier« in der Region Hannover, in Braunschweig und Salzgitter erfolgreich unterwegs. Nach dem einschlägigen Erfolg der ersten Publikation, die 2007 veröffentlich wurde und seitdem vor allem von Erziehern, Kunstvermittlern und Künstlern deutschlandweit nachgefragt wird, ist nun die Folgedokumentation »Mobiles Atelier 08/09« erschienen. Sie berichtet über 24 Kunstprojekte Bildender Künstlerinnen und Künstler in 24 Kindergärten in Braunschweig und Salzgitter.
Das »Mobile Atelier« wurde 2006 von vier hannoverschen Künstlerinnen in Kooperation mit der Stiftung Kulturregion Hannover entwickelt und als Projekt mit Modellcharakter umgesetzt. 2007 erhielt es den Zukunftspreis der PricewaterhouseCoopers-Stiftung. Weiterentwickelt wurde es von den beiden Initiatorinnen Kisten Mosel und Andrea v.Lüdinghausen. »Mobiles Atelier« – was passiert da eigentlich? Anerkannte Künstlerinnen und Künstler verlegen ihre Ateliers für eine Woche in einen Kindergarten und bearbeiten dort ihre spezifischen künstlerischen Themen. Die Kita wird zur Produktionsstätte, zum Denklabor für Kunst. Das Besondere: Alle Beteiligten - Künstler, Kinder und Erzieherinnen - arbeiten auf Augenhöhe miteinander, entscheiden und gestalten im Prozess maßgeblich mit.

Die neue Dokumentation des Kita-Projektes »Mobiles Atelier«
Die Ideen nehmen schnell Gestalt an: So werden die Gegenstände im Kindergarten nach einer neu definierten Ordnung sortiert, bekommt das NICHTS ein Gesicht, entsteht ein Farbspielplatz in einem weiß abgeklebten Raum, animieren die Kinder ihre Gummistiefel für einen kurzen Zeichentrickfilm, arbeiten sie mit Licht und Schatten, definieren den Horizont und ihre Stadt künstlerisch neu. In Salzgitter wird das Thema »Kunst im öffentlichen Raum« bearbeitet, man verlässt den Kindergarten, erobert gemeinsam öffentliche Plätze und leer stehende Kirchen.
Die Dokumentation gibt Einblick in Möglichkeiten künstlerisch-kreativer Arbeit mit Kindern und möchte zur Einbindung von Künstlern in die Arbeit von Kitas und Kindergärten animieren. »Wer viel mit Kindern lebt, wird finden, dass keine äußere Einwirkung auf sie ohne Gegenwirkung bleibt«, schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe. Und wer die Dokumentation durchblättert wird diesen Gedanken vielfach bestätigt sehen.
Die 2008/2009 beteiligten Künstlerinnen und Künstler waren Anna Grunemann, Ute Heuer, Lotte Lindner & Till Steinbrenner, Kirsten Mosel, Christiane Oppermann, Rüdiger Stanko, Claudia Wissmann (Hannover), Heike Kati Barath, Katinka Pilscheur, Katja Kollowa (Berlin), Michael Nitsche, Birte Hennig, Franziska Rutz (Braunschweig), Bernd Schulz (Wolfsburg), Daniel Schürer (Bonn), Ute Reeh (Düsseldorf), Hanswalter Graf (Thun/Schweiz).
Die umfangreich bebilderte Dokumentation ist auf der Internetseite www.stiftungkulturregion. de/publikationen bestellbar. Gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro (Verpackung und Versand) wird die Dokumentation an Interessenten versandt.
Unterstützt wurde das Mobile Atelier 2008/2009 von folgenden Förderern: Stiftung Kulturregion Hannover, PwC-Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Stiftung Nord/LB · Öffentliche, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Braunschweigische Landessparkasse, Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, Stadt Salzgitter und Bürgerstiftung Salzgitter.
Die Dokumentation »Mobiles Atelier 2008/2009« wird durch die Förderung der Stiftung Kulturregion Hannover ermöglicht.
[PM Stiftung Kulturregion Hannover, 08.05.2009]
Weitere Informationen
- Stiftung Kulturregion Hannover, Friederike Kohn, T. 0511 3000 2051, Mail
- Bestellung von Dokumentationen: www.stiftungkulturregion. de/publikationen
- Mobiles Atelier: Kirsten Mosel und Andrea v. Lüdinghausen, Spichernstr. 24, 30161 Hannover, www.mobilesatelier.eu










