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14.04.2010

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Wettbewerbsausschreibung: Innovative Vermittlungskonzepte für Kunst im Stadtraum

Nicht kategorisiert

Von März bis Juli 2010 präsentiert der Verein hub:kunst.diskurs e.V. das dreiteilige diskursive Ausstellungsprojekt changing spaces: Räume verändern sich, sie verändern uns und wir verändern sie. Wir bewegen uns in Räumen und durch diese und wir wechseln zwischen ihnen hin und her. changing spaces thematisiert die Funktion und Wahrnehmung von Räumen: Bis zur Sommerpause geht es dabei um Außenräume, öffentliche, städtische – und die Kunst darin.

Als zentralen Teil dieses Projektes hat der Verein hub:kunst.diskurs e.V. jetzt in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig den offenen künstlerisch-konzeptionellen Wettbewerb Für alle? Innovative Vermittlungskonzepte für Kunst im Stadtraum ausgeschrieben.

Der Wettbewerb richtet sich bundesweit an Künstler aller Disziplinen, Vermittler, Gestalter, Planer (Architekten, Landschaftsplaner, Stadtplaner und -entwickler), Geisteswissenschaftler und Studierende entsprechender Studiengänge. Er fordert sie auf, Konzepte einzureichen, die mit unterschiedlichsten Formaten, Strategien, Strukturen, mit künstlerischen, didaktischen, gestalterischen oder planerischen Mitteln, Kunst in Stadträumen gegenüber den Nutzern dieser Räume zu vermitteln vermögen.

Kunst in städtischen Räumen konfrontiert Künstler, Rezipienten und Vermittler mit einer Vermittlungssituation, die spezifische Konzepte und Strategien erfordert. Jenseits von Broschüren, Führungen und Audio-Guides liegt ein großes, weitgehend unentdecktes Potential für den Umgang mit Kunst und urbanen Räumen. Die Ausschreibenden wenden sich deshalb bewusst an alle Profis und Studierenden aus kreativen Berufen: Letztlich geht es um Wahrnehmbarkeit und damit um Wirksamkeit bestehender und zukünftiger Kunst, um Bedingungen, die diese an das Alltagserleben der Nutzer von Stadträumen anschlussfähig machen.

Und damit geht es auch um die Beschaffenheit dieser Räume, um unseren Umgang damit, um Zugehörigkeit und Ausschluss, um Integration und Konfrontation. Warum sollten also eine Performance, ein literarischer Text, ein grafisches Leitsystem oder ein städtebauliches Konzept sich nicht auch zur Vermittlung von Kunst im Stadtraum eignen? Und möglicherweise verändert ein bewussterer Blick auf die Kunst auch unsere Perspektiven auf den Raum, auf gebaute und gelebte Umwelt.

Im Sommer des Jahres 2008 veröffentlichte eine von der Landeshauptstadt Hannover beauftragte Kommission für Kunst im öffentlichen Raum ihr Gutachten Tradition und Innovation. Stand der Kunst im öffentlichen Raum im Innenstadtbereich Hannover – Perspektiven für deren Pflege und Entwicklung. Darin fordern die Autoren Thomas Kaestle, Prof. Dr. Peter Rautmann und Barbara Straka unter dem Stichwort ‚Entwickeln kreativer Vermittlungskonzepte‘:

„Innovative und kreative Vermittlung kann künstlerische Arbeiten in ihrer Wirkung revitalisieren, indem sie das Bekannte neu erfahrbar und dessen verborgene Anteile anschlussfähig macht. Dies kann durch Publikationen, Audioführungen, narrative Konzepte oder den Einsatz neuer Medien erfolgen, aber auch durch temporäre Bespielungen und künstlerische Auseinandersetzungen. Kunst kann auf diese Weise zugleich als Kunst, aber auch als Teil der eigenen Lebenswelt begriffen werden. Ein Zustandekommen ästhetischer Kommunikation und ästhetischen Handelns, also die Aktivierung des Rezipienten, sind anzustreben. Vermittlungskonzepte können durch beauftragte Profis aber auch durch einen bewusst offenen Wettbewerb zustande kommen. Es sollte ihnen unter anderem gelingen, unterschiedlichste Erwartungen an Kunst im öffentlichen Raum zu thematisieren und zu diskutieren und so auch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit kritischer, widerständiger und unangepasster Kunst zu schaffen.“ (Das gesamte Gutachten finden Sie unter www.strassenkunsthannover.de.)

Der Verein hub:kunst.diskurs e.V. fühlt sich einem solchen innovativen Diskurs um Vermittlungsstrategien und -konzepte für Kunst im urbanen Raum besonders verpflichtet – nicht nur, weil sein künstlerischer Leiter auch Autor des zitierten Gutachtens ist. Vielmehr sieht er es als wesentlich, an die bereits geführten, lebendigen öffentlichen Diskussionen anzuknüpfen. Im Wettbewerb werden drei Preise (€ 3.000,-/€ 2.000,-/€ 1.000,-) von einer Expertenjury vergeben. Mitglieder der Jury sind: Alexander Henschel (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Kunst, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik der Universität Oldenburg); Thomas Kaestle (künstlerischer Leiter des Vereins hub:kunst.diskurs e.V.); Dr. Christine Litz (Projektleiterin der documenta 13); Prof. Dr. Bettina Oppermann (Professorin für Freiraumpolitik und Planungskommunikation am Institut für Freiraumentwicklung der Universität Hannover); Dr. Carina Plath (Kuratorin für Malerei und Skulptur am Sprengel Museum Hannover); Till Steinbrenner (als Vertreter von Lindner & Steinbrenner, freie Künstler in Hannover); Barbara Straka (Präsidentin der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig).

Einsendeschluss für Wettbewerbsbeiträge ist der 17. Mai 2010, die Entscheidung der Jury wird am 02. Juni bekannt gegeben. Am 24. April finden ein öffentliches Rückfragenkolloquium und eine Expertendiskussion zum Thema in den Räumen von hub:kunst.diskurs e.V. in Hannover statt. Alle Details finden Sie im beigefügten PDF mit der offiziellen Wettbewerbsausschreibung, welches auch unter www.kunst-diskurs.de als Download verfügbar ist.

Der Wettbewerb wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung folgender Förderer:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, EISFABRIK Hannover (aus Mitteln des Kulturbüros der Stadt Hannover) sowie Stadtbezirksrat Hannover Südstadt-Bult.

[PM hub:kunst.diskurs e.V. via LH Hannover, 14. April 2010]

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