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19.11.2009

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zeit·lupe extra & Kammerkonzert

Musik Termine

Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik zeit·lupe extra: Weltklassepianistin Ragna Schirmer zu Gast in der HMT
Glanzvoller Auftakt des internationalen Symposiums “Postmoderne hinter dem Eisernen Vorhang” an der HMT Hannover: Als ein ganz besonderes “Extra” wird am Freitag, den 27.11.2009 die renommierte Pianistin Ragna Schirmer gemeinsam mit dem Kammerorchester “musica e basta” unter der Leitung von Thorsten Encke das außergewöhnliche Konzert für Klavier und Streichorchester aus dem Jahr 1979 zur Aufführung bringen.
Mit seinen mehrschichtigen Klanggemälden, in denen Stilcollagen eine musikalische Verbindung zwischen mehreren Jahrhunderten schaffen, passiert Alfred Schnittke in seinem Konzert für Klavier und Streicher die Grenzen des etablierten Musikbetriebes.

Ragna Schirmer

Das Konzert ist Teil der Reihe “zeit·lupe 3600 Sekunden für ein Werk der Neuen Musik”. Die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik legt in den Gesprächskonzerten großes Gewicht auf Vermittlung und Erläuterung, indem ein einzelnes Werk “unter die Lupe” genommen wird: Nach einer ersten Interpretation werden Einführungen, Gespräche oder Diskussionen das Werk unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchten, um den Hörer am Ende, bei Wiederholung des Werks, zu neuen Klangerlebnissen zu führen.

Datum: 27. November 2009
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Theater Hannover, Konzert- und Theatersaal
Eintritt: 6 Euro, 3 Euro ermäßigt, hgnm-Mitglieder ermäßigt

Kammerkonzert: Kammermusik im Zeichen der Postmoderne

Die Violine als menschliche Stimme: Herausragende Studierende der Violinklasse Prof. Wegrzyn interpretieren am 28.11. um 19.30 Uhr in einem Kammerkonzert im Saal der HMT Hannover Werke von Alfred Schnittke. Für Schnittkes frühes Schaffen ist die Komposition von Kammermusik wesentlich, vor allem die Violine hat es ihm als Instrument angetan. Er sah in ihr eine Parallele zur menschlichen Stimme, weshalb sie seinem Anspruch, Musik als Ausdruck des menschlichen Lebens zu komponieren, besonders entsprach. Hier begann er, stilistische Brüche auszukomponieren.
In der zweiten Hälfte des Konzertes wird das preisgekrönte junge Interface Quartett Schnittkes Streichquartett Nr. 3 (1983) präsentieren. Neben der ersten Sinfonie gilt diese Komposition als ein Paradebeispiel der “Postmoderne”.

Datum: 28. November 2009
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Theater Hannover, Konzert- und Theatersaal
Eintritt: 6 Euro, 3 Euro ermäßigt, hgnm-Mitglieder ermäßigt

Beide Konzerte finden statt im Rahmen des Symposiums “Postmoderne hinter dem Eisernen Vorhang” anlässlich des 75. Geburtstages von Alfred Schnittke vom 27.-29.11.2009 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Alfred Schnittke wurde 1934 in Engels, der Hauptstadt der damaligen Wolgadeutschen Republik, geboren. Schnittkes musikalische Ausbildung begann 1946 in Wien, wo sein aus Frankfurt/Main stammender Vater für zwei Jahre bei einer Zeitung arbeitete. Seit 1948 in Moskau wohnhaft, absolvierte Schnittke zuerst eine Ausbildung als Chordirigent.

Von 1953 bis 1958 studierte er am Moskauer Konservatorium Komposition und Kontrapunkt (bei Jewgeni Golubew) sowie Instrumentation (bei Nikolai Rakow). Wesentliche Anregungen erhielt er durch den in Moskau lebenden Webern-Schüler Philipp Herschkowitsch. Nach einer dreijährigen Aspirantur war Schnittke von 1962 bis 1972 als Lehrer am Moskauer Konservatorium tätig, danach freischaffend. 1991 verlegte der Komponist seinen ständigen Wohnsitz nach Hamburg, wo er von 1989 bis 1994 eine Kompositionsklasse an der Hamburger Musikhochschule leitete.

In den letzten Lebensjahren von schwerer Krankheit gezeichnet, verstarb Schnittke am 3. August 1998.

Ragna Schirmer gilt als eine der interessantesten Künstlerinnen der jungen Generation. Ragna Schirmer erhielt ihre Ausbildung bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und bei Prof. Bernard Ringeissen in Paris. Sie schloss sämtliche Studien mit Bestnoten ab.

Bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben gewann sie 15 erste Preise und Sonderpreise, darunter so bedeutende wie UNISA in Pretoria, Südafrika und Senigallia, Italien. Mit fünfzehn war sie die jüngste Finalistin in der Geschichte des Busoni-Wettbewerbs, mit siebzehn gewann sie den Sonderpreis beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates. Besondere Aufmerksamkeit erregte sie beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig, den sie sowohl 1992 als auch 1998 für sich entscheiden konnte. Sie erhielt damit zweimal den Titel “Bachpreisträgerin”, was bisher noch keinem Pianisten gelungen ist.

Mit 28 Jahren wurde Ragna Schirmer auf eine Professur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim berufen.

Das Interface Quartett gab sein Debüt im April 2008 in der Kammermusikreihe “Schubert!” an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Es folgte eine rege Konzerttätigkeit, unter anderem im Rahmen der Yehudi Menuhin Stiftung “Live Music Now”, deren Grundidee, die Musik zu den Menschen zu bringen die nicht mehr zu ihr gelangen können, mit großer Begeisterung vom Ensemble durchgeführt wird. Die jungen Musiker sind bereits in den Kammermusikreihen wie: “Die Bodensteiner Schlosskonzerte”, “Mozart!” (an der HMT Hannover) und “Gartower Festival” aufgetreten und haben mit Künstlern wie Koichiro Harada (Tokyo String Quartet) zusammengearbeitet. Der Auftritt bei der NDR-Sendung “Start – Junge Künstler Live” und die darauf folgende Aufnahme in die Friedrich-Jürgen-Sellheim Stiftung, sowie die positiven Reaktionen von Publikum und Kennerschaft bestätigen die Künstler in dem Wissen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. “Das polnische Streichquartett gilt als Geheimtipp in der jungen Klassikszene” (NDR).

[PM Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik, 19. November 2009, Amrei Flechsig]

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