28. Oktober 2009

Zeitspeicher: Erinnerung - Augenschein - Erwartung

Ausstellung Film Musik

GEDOK Hannover 01.11. – 22.11.2009, Kunst auf dem Nikolaifriedhof (Goseriede / Am Klagesmarkt)

01.11.2009 11.30 Uhr Eröffnungsveranstaltung
Andacht in der Nikolaikapell-Ruine mit Frau Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann
Musik von GEDOK-Künstlerinnen
Einführung und Rundgang mit den beteiligten Künstlerinnen und der Kuratorin

16.11.2009 18.00 Uhr bei der Kapellruine
Veranstaltung bei Neumond mit Filmpräsentation

22.11.2009 11.30 Uhr bei der Kapellruine
Finissage mit Neuer Musik der Komponistin Tatjana Prelevic

Zeitspeicher: Erinnerung - Augenschein - Erwartung

Der Nikolaifriedhof – wenig beachtete, zerschnittene Oase in Hannovers Mitte:
Gegen das Vergessen nähern sich vier Bildende Künstlerinnen der GEDOK Hannover dieser wundersamen Insel im brandenden Verkehr. Mit ihren Arbeiten zum Thema ZEITSPEICHER wollen sie die Öffentlichkeit an die mittelalterliche und barocke Vergangenheit des Ortes erinnern und auf diese Weise die einstigen Zeiten speichern. Die frühe karitative Vergangenheit und die Lebensläufe dort bestatteter Persönlichkeiten werden ebenso thematisiert wie die unbekannten Schicksale von Normalbürgern, Pilgern und Durchreisenden, die hier ihre letzte Ruhe fanden und deren Namen längst vom Winde verweht sind.

Ursula Jenss-Sherif lässt das Engelsmotiv eines Grabsteins im gesamten Areal als vergrößerte Farbreliefs wiederkehren; Erika Klee reiht ihr Grabmal für die unbekannten Toten ein, Gabriele Klimek verpflichtet in ihren surrealen nachtaktiven Film- und Fotoarbeiten auch den Vollmond als Darsteller und Barbara Lorenz Höfer, als Holzbildhauerin mit der Kunst kostbarer Fassungen vertraut, verstreut vergoldete Buchstaben in Gedenken an Hannovers Dichter und Hofvergolder im Gelände, die sich zu Texten zusammensetzen lassen und die Besucher in der Novemberkälte zum Scrabble-Spiel verlocken.
Es entsteht ein Gesamtkunstwerk auf Zeit, das die zerschnittenen Teile des Friedhofes visuell zusammen- fügt und auch die Celler Straße einbezieht, die beide Parkteile trennt. Der Friedhof bleibt spiritueller Speicherort, aber transportiert als Durchgangsort Botschaften von Außen nach Innen und umgekehrt.

Eintritt frei.

„Zeitspeicher“ ist ein Kunstprojekt des städtischen Kulturprogramms im Rahmen der Gartenregion Hannover und wird gefördert durch: Region Hannover, Stiftung Niedersachsen, Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und die GEDOK HANNOVER.

Weitere Informationen: www.gartenregion.de
Ein Rundgang ist ab 29.10.2009 herunter zu laden unter: www.gedok-hannover.de

[PM GEDOK Hannover, 28.10.2009]

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