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28.08.2009

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Märchenwald – Schattenwelten und Fabelwesen

Ausstellung

Sprengel Museum Hannover 30. August bis 22. November 2009 im Sprengel Museum Hannover
Vom 30. August bis 22. November 2009 präsentiert das Sprengel Museum Hannover „Märchenwald. Schattenwelten und Fabelwesen“. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Vorstellungen und Darstellungen des Waldes und seinen Bewohnern aus der Märchen- und Fantasiewelt:
Hänsel und Gretel verirren sich im Wald, Rotkäppchen begegnet dem Wolf und Schneewittchen findet Zuflucht bei Zwergen in den unergründlichen Tiefen des Waldes …

Der Wald hat seit jeher die Fantasie beflügelt, geheimnisvoll und dunkel beheimatet er fantastische Wesen, kann Naturidylle und Rückzug versprechen, aber auch Angst und Grauen. Die Gemälde und Zeichnungen von Armin Boehm (Berlin), Uwe Henneken (Berlin), Philip Jaan (Köln und Maastricht) und Martin Mannig (Dresden) sowie die Grafikfolge „Wunderhorn“ von Max Ernst aus der Sammlung des Museums und eine Skulptur von Thomas Grünfeld (Köln) zeigen die verschiedenen Facetten dieses geheimnisvollen Ortes und bevölkern ihn mit fantastischen Gestalten.

Der Zwerg, das Rotkäppchen und die Hexe in den Bildern von Martin Mannig (geb. 1974) führen in die Welt der Märchenfiguren, die allerdings ambivalente Vorstellungen auslösen können. Seine Protagonisten der Grimmschen Märchen sind so böse wie unschuldig und verkörpern das Gute und Schöne ebenso wie das Hässliche und Abstruse.

Auch die großformatigen Gemälde Uwe Hennekens (geb. 1974) konfrontieren mit einer Fantasie- und Märchenwelt. In grellen Farben erzählt er von wundersamen Reisen in Landschaften mit dramatischen Wolken und wuchernden Gewächsen in verwunschenen Wäldern. In wilden Landschaften arkadischen Typs, die an Naturdarstellungen aus der Romantik erinnern, nisten sich geheimnisvolle zwielichtige Figuren ein, die eine verführerische, beängstigende wie humorvolle visuelle Narration suggerieren.

Das großformatige Gemälde „Paintball“ von Armin Boehm (geb. 1972) entwirft in grellbunten Farben das Szenarium eines heiklen Spiels. Seine fiktionale Bildwelt wird von Kleinkindern bevölkert, die sich in einer aus der Romantik entlehnten Baumlandschaft bewegen. Dargestellt ist ein Gotcha-Spiel (Paintball) – ein Geländespiel, bei dem es darum geht, den Gegner mit einer Farbpatrone, dem Paintball, abzuschießen bzw. zu markieren.

Hintergrund der an Fantasy-Klischees grenzenden Bildästhetik und der betont illustrativ dargestellten Szene ist ein kritischer Bezug auf Konsumterror und Spaßgesellschaft unserer heutigen Wirklichkeit.

Die Folge der Zeichnungen „For Something to Happen to me“ von Philip Jaan (geb. 1980)

zeigt den Wald als dunklen Ort. Jaan spielt mit den Ängsten und Vorstellungen, die den Wald als eine abgründige undurchdringliche Tiefe fantasieren.

Mit den Bildern von Jaan, Boehm, Henneken und Mannig präsentiert die Ausstellung Positionen gegenwärtiger Malerei der letzten fünf Jahre.

Mit Max Ernsts „Lewis Carrolls Wunderhorn“ schlägt die Ausstellung einen Bogen zur Klassischen Moderne aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover. Die wundersamen Wesen auf den Blättern von Max Ernst beziehen sich auf „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll und zeigen in 36 Lithografien die wunderbare Welt „hinter dem Kaninchenloch“. In diesen Bildern sind Frottagen aus Pflanzenteilen, Hölzern oder Steinen, mathematischen und physikalischen Zeichnungen, Formen aus Naturkunde und Völkerkunde zu einer „fröhlichen Logik“ zusammengefügt. Da wird der Abdruck einer Pflanze zu einem wunderschönen Rock oder ein Fisch zu Kopf und Hut einer kleinen Gestalt. Alles kann sich verwandeln und zwischen den Welten balancieren und jedes Blatt eine neue Geschichte erzählen.

Die Tierskulptur von Thomas Grünfeld ist ein Mischwesen aus Körperteilen ausgestopfter Tiere. Ähnlich wie Max Ernst arbeitet er mit dem Prinzip der Collage und konstruiert aus Pelikan, Känguru und Pferd sein „misfit“ aus dem Jahr 2003 als die künstlerische Erfindung eines Fantasiewesens, das durch Genmanipulation entstanden sein könnte.

Die Ausstellung wird auf dem Museumsplatz in einer eigens dafür gebauten Architektur präsentiert. Eingerahmt wird diese Präsentation von einer Installation aus Bäumen für Kinder, die Möglichkeiten bietet, eigene Fantasien und Geschichten zu den ausgestellten Bildern und den Vorstellungen des Waldes und seiner Bewohner zu erfinden, aufzuschreiben oder zu zeichnen.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Gartenregion Hannover 2009 statt.

Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren.

Rahmenprogramm zu Märchenwald – Schattenwelten und Fabelwesen

Zur Eröffnung, 30. August, 11.15 Uhr

Figurentheater „Die Roten Finger“

Siebenschön – Eine Märchen-Oper

Siebenschön lebt verträumt in einem Waldhäuschen und hat sich in einen Prinzen verliebt. Ihre Stiefmutter will sie heimlich an den alten Waldschrat verkaufen. Mit Hilfe der Tauben und Mäuse gewinnt sie schließlich ihre Freiheit – und auch ihren Prinzen.

Mit Musik, Gesang und Mitmachlieder wird die Aufführung zu einem besonderen Theatererlebnis.

Programm für Kinder

Wochenendworkshops

26. und 27. September, jeweils 10 – 13 Uhr
Märchenwald/WALDmärchen
Was hat die Hexe mit dem Zwerg zu tun?
Wir erfinden Geschichten und basteln unser eigenes Märchenbuch.
Ab 6 Jahren
Mit Katja Krause und Julia Speckmann

3. und 4. Oktober, jeweils 10 – 12 Uhr
Ein Gartenzwerg mal ganz anders
An alle Zwerg-Fans! Wenn ihr endlich mal einen lustigeren Zwerg haben wollt als den in eurem Garten, dann baut ihn euch aus Pappmaché. Bilder der Ausstellung „Märchenwald“ dienen uns als Anregung für diesen Workshop.
Ab 6 Jahren
Mit Julia Speckmann

24. Oktober, 14 – 17 Uhr
Ich möchte ein Waldschrat sein!
Was passiert eigentlich als Waldemar die Waldameise plötzlich groß wurde?
In den zauberhaften Märchenbildern finden wir Geschichten über den winzigen Waldemar Waldameise, der plötzlich ganz groß wurde. Dann bauen wir unsere eigene Riesenameise
Ab 8 Jahren
Mit Katja Krause

21. November, 14 – 17 Uhr
Der „sprechende“ Wald
Wenn Bäume und Tiere reden könnten – findet es heraus und erfindet lustige Geschichten!
Wir lassen Geschöpfe und Lebewesen des Waldes zu Wort kommen mit Farben, Erzählungen und (Puppen-)Spiel.
Ab 8 Jahre
Mit Katja Krause

Dienstagswerkstatt

NaturFantasien I
Ab 6 Jahren, jeweils von 15 – 17 Uhr,
Mit Julia Speckmann

6. Oktober
Auf den Spuren der Kunst – Märchenfantasien im Museum

13. Oktober
Mein Märchenwald zum Mitnehmen oder ein Schuhkarton voller Geschichten

20. Oktober
Zurück zur Natur – Traumlandschaften und Parkfantasien

27. Oktober
Hänsel und Gretel kenne ich, aber wer ist eigentlich Tiptoe?

HerbstferienAktion

6. bis 9. Oktober, jeweils 10 – 12.30 Uhr

Komm mit ins Märchenland!
Erlebe lustige, schaurige und schöne Märchen. Begegnungen von Prinzessinnen und fürchterlichen Drachen, Königen und heldenhaften Prinzen; im Schattenriss werden die Figuren vor der märchenhaften Kulisse, die wir zusammen erfinden und aus Papier entstehen lassen, lebendig. Eine Aufführung am Freitag, 12 Uhr, wird Höhepunkt und Abschluss dieses märchenhaften Workshops mit Papier und Schere.
Ab 6 Jahren
Mit Andrea Löschnig

Die Kursgebühr beträgt 16 €. Wir möchten Sie bitten, diese Gebühr vor Beginn des Kurses an der Museumskasse zu zahlen.

Anmeldung
Bildung und Kommunikation:
Tel. (0511) 168 4 46 46
Fax (0511) 168 4 10 88
Email
www.sprengel-museum.de

[PM Sprengel Museum Hannover, 29. April 2009, Dr. Isabelle Schwarz]

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