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30.10.2008

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Niedersächsischer FrauenMedienPreis 2008 verliehen

Nicht kategorisiert

Sozialministerin Ross-Luttmann: Rollenklischees sind von gestern!
HANNOVER. Niedersachsens Sozial- und Frauenministerin Mechthild Ross-Luttmann zeichnete sechs Autorinnen mit dem Niedersächsischen FrauenMedienPreis 2008 aus.
Gewinnerinnen der Sparte Fernsehen sind Silke Zertz sowie Beatrix Schwehm. In dem Bereich Hörfunk erhielten den Preis Susanne Franzmeyer sowie Stefanie Pütz.

Der journalistische Förderpreis ging in diesem Jahr an die Autorinnen Nina Lindlahr und Anne Leger.
“Rollenklischees sind von gestern! Wir geben Impulse für Fernseh- und Rundfunkbeiträge, die zeigen, wie Frauen und Männer wirklich sind. Und wir wollen mit dem Juliane-Barthel-Preis den Blick auch auf andere Kulturen lenken. Für Millionen von Frauen geht es weltweit noch immer vor allem um physische Unversehrtheit, darum, dass Menschenrechte respektiert werden”, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann anlässlich der Preisverleihung.

Die prämierten Fernseh- und Hörfunkbeiträge handeln von starken Frauen, die in ihrer jeweiligen Besonderheit Vorbildcharakter für ein selbst bestimmtes mutiges Frauenleben haben. Der Juliane-Bartel-Preis – benannt nach der vor 10 Jahren verstorbenen Fernsehjournalistin – findet inzwischen weit über die niedersächsischen Grenzen hinweg Beachtung. Mit ihm sollen mediale Werke gewürdigt werden, die der klischeehaften Darstellung von Frauenbildern in unseren Medien durch ihre positiven Beispiele eine andere Seite vom Frauendasein entgegensetzen.

Die zunehmend größere Beachtung des Preises zeigt sich auch an der jährlich steigenden Zahl eingereichter Beiträge. So waren in diesem Jahr 145 Einsendungen zu verzeichnen; davon entfielen 101 auf den Bereich Fernsehen und 44 auf den Bereich Hörfunk.

Die Hauptpreisträgerinnen erhalten neben dem Preisgeld eine Bronze-Skulptur der Künstlerin Ulrike Enders. Insgesamt dotiert der Preis mit 12.000 Euro. Über die Auszeichnungsträgerinnen entschied abschließend wenige Stunden vor der Preisverleihung eine 10-köpfige Jury, die sich seit dem Vorabend in intensiven Beratungen über Aussagekraft und Qualität der Beiträge verständigte. Die Jury selbst setzt sich aus prominenten Fachleuten zusammen. In diesem Jahr bestand sie aus:

  • Silke Baumgarten (Redaktion Brigitte)
  • Maria Gresz (Moderatorin SPIEGEL-TV)
  • Imre Grimm (Stv. Ressortleiter Redaktion Welt im Spiegel / Medien, Hannoversche Allgemeine Zeitung)
  • Andreas Neumann (Leiter “Fernsehen Aktuell”, Radio Bremen)
  • Lisa Ortgies (Journalistin und Autorin)
  • Patricia Schäfer (Moderatorin ZDF-Morgenmagazin)
  • Reinhard Scheibe (Niedersächsische Lottostiftung, Staatssekretär a.D.)
  • Marianne Scheuerl (Journalistin, ehem. Leiterin der Programmgruppe Gesellschaft und Bildung bei NDR Info)
  • Helga Schuchardt (Landesministerin a. D)
  • Carmen Thomas (Journalistin und Autorin, Geschäftsführende Direktorin der 1. Moderationsakademie für Medien und Wirtschaft).

Die von der Jury prämierten Autorinnen und Ihre Beiträge:

Hauptpreis Kategorie Fernsehfilm und Serie

“Ich bin eine Insel” von Silke Zertz, 86,11 Min., gesendet bei der ARD
Thea Winkler, gespielt vom Tatort-Star Ulrike Folkerts, war Lehrerin, bis sie nach dem tragischen Unfalltod einer ihrer Schüler beschließt, nicht mehr als Lehrerin zu arbeiten. Sie trennt sich von ihrem Mann und betreibt fortan mit freundlich unverbindlicher Mimik einen Kiosk. Als die traumatisierte Lehrerin dann Bekanntschaft mit der dicken zehnjährigen Rosa macht, trifft sich ein ungleiches Paar geschundener Seelen. Das massive Verlangen des Mädchens nach Nähe und Unterstützung bei der Verwirklichung ihres Traumes, Balletttänzerin zu werden, blockt die vom Leben enttäuschte Mittvierzigerin zunächst ab. Erst mit der Zeit ergeben sich Risse im Schutzpanzer – sowohl bei Thea als auch bei Rosa – woraus sich langsam eine Freundschaft wider Willen entwickelt. Ein liebevoll, mit leisen Tönen und dabei gradlinig erzählter Film.

Hauptpreis Kategorie Informationssendung und Dokumentation

“Luise – Eine deutsche Muslima” von Beatrix Schwehm, 52,43 Min., gesendet bei ARTE
Nüchtern und dennoch nahegehend dokumentiert der Beitrag die Geschichte der Deutschen Luise, die vor der Heirat mit einem Algerier im Alter von 19 Jahren zum Islam konvertiert ist und fortan mit ihrem Mann im Haus ihrer Eltern lebt. Gezeigt werden die Konflikte, die innerhalb dieser deutschen Familie durch Luises Entscheidung entstanden sind. Insbesondere die unparteiisch abgebildete vermeintliche Ohnmacht ihrer Mutter lässt die Zuschauer unweigerlich über eigene Grenzen der Toleranz nachdenken. Dank beeindruckender O-Töne und der von der Autorin geschaffenen Nähe zu den Protagonisten wird hier den Zuschauern der “Kopftuch-Streit” mal ganz privat vermittelt – informativ, aufklärend und spannend-unterhaltsam zugleich.

Förderpreis Fernsehen

“Neuneinhalb: Frauenfußball – Vom Verbot zur Erfolgsstory” von Nina Lindlahr und Anne Leger, 9,33 Min., gesendet bei der ARD
Neuneinhalb ist ein Nachrichtenmagazin für Kinder.
Das Erreichen des WM-Finales 2007 durch die deutsche Nationalmannschaft wird zum Anlass genommen, kurzweilig die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland zu zeigen. Erst 1970 wurde Frauenfußball vom Deutschen Fußball Bund (DFB) zugelassen und offiziell anerkannt. Der Beitrag zeigt auf fröhliche, spielerische, erfrischende Weise, aber ohne pädagogischen Zeigefinger, exemplarisch, wie jung die Geschichte weiblicher Emanzipation in einigen Bereichen hierzulande ist.

Hauptpreis Kategorie Hörfunk

In 2008 werden in dieser Kategorie zwei erste Preise vergeben.

“Allein unter Jungs – Frauen im deutschen HipHop” von Susanne Franzmeyer, 52,07 Min., gesendet bei DKultur
Etwa zwanzig Jahre nach Beginn der HipHop-Bewegung in Deutschland sind Frauen hier nach wie vor in der Minderheit und allenfalls optisches Beiwerk. Der Beitrag skizziert überzeugend den Einbruch von vier jungen Rapperinnen aus Berlin in diese männlich dominierte Szene. Eindringlich schildern sie ihre Erfahrungen und vermitteln so das Lebensgefühl einer jungen Generation von Frauen, die in mutiger Weise in ihrem Bereich echte Pionierarbeit leisten. Nebenbei werden die Zuschauer umfassend und hoch unterhaltsam über die kulturelle wie gesellschaftliche Bedeutung des HipHop informiert.

“Alte Schachtel, böse Hexe, liebe Omi. Vom Imageproblem der Frauen in den besten Jahren” von Stefanie Pütz, 30 Min., gesendet bei NDR Info
In diesem Beitrag sprechen Frauen, die über 50 Jahre alt sind, über das Imageproblem älter werdender Frauen in der heutigen Gesellschaft. Woher kommen diese Bilder, welches Selbstbild haben wir und warum fühlen wir uns häufig nicht als Frau wahrgenommen? Welche Rolle haben Medien und welches Bild haben andere Gesellschaften von älteren Frauen? Der Beitrag eröffnet auf amüsante Weise viele neue Sichtweisen. Er ist interessant gestaltet, lehrreich wie umfassend informativ und hilft, in vorbildlicher Weise Vorurteilen auf die Spur zu kommen.

[PM Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, 30. Oktober 2008]

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