Kunst im Ärztehaus: Grenzgänge
Sergej Tihomirov stellt im Ärztehaus Hannover aus
Im November und Dezember stellt der 1965 in Moskau geborene Künstler Sergej Tihomirov im Ärztehaus Hannover aus. Er hat an der Kunsthochschule in Samara studiert, später in der Millionenstadt an der Wolga unterrichtet. Seit 1994 lebt er mit seiner Familie in Deutschland.
Mit seinen Werken war er seit 1990 bei zahlreichen Ausstellungen vertreten, zunächst noch in Russland, dann aber auch in einer Vielzahl deutscher Städte. Die Ausstellung im Ärztehaus dokumentiert mit dreißig Werken auf eindrucksvolle Weise die Grundmuster der Arbeiten des Künstlers, die von christlicher wie jüdischer Symbolik geprägt sind, zugleich aber auch Einflüsse der russischen Moderne wie des Realismus zeigen.
Wir finden in klar umgrenzten Formen Farben von leuchtender Strahlkraft und Intensität, denen man spontan Töne, Gefühle zuordnen möchte. Dabei werden die Farbflächen durch Hanfschnüre verstärkt und Materialien wie Zement oder Gold herangezogen, um die imaginativen Elemente zu verstärken. Der entworfene Kosmos in seiner wohlgeordneten Harmonie indes bleibt zwiespältig. Die “Grenzgänge“ führen zugleich in die Höhe wie ins Nichts, vom Künstler immer wieder durch zwei Symbole - wie Denkmale ins Bild gesetzt -, verstärkt: den Schlüssel und die Leiter. Wer mag beim Schlüssel nicht an das Christus-Wort “Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“ denken? Wem kommt bei der steil aufragenden, in helle Farben weisenden Leiter nicht die Jakobs-, die Himmelsleiter in den Sinn. Wohin geht unsere Reise? ist die Frage, die Sergej Tihomirov eindringlich aufwirft. - low
Kunstausstellung im Ärztehaus Hannover von Donnerstag, dem 6. November 2008, bis zum 19. Dezember 2008.
Die Vernissage zur Ausstellung ist am Donnerstag, 6. November 2008 um 19 Uhr im Foyer des Vortragssaal des Ärztehauses Hannover (Berliner Allee 20). Dr. med. Manfred Oberthür, Mitglied des Vorstands der Bezirksstelle Hannover der Ärztekammer Niedersachsen, wird die Ausstellung eröffnen.
Reent Stade, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Stephansstift Hannover, wird in das Werk
des Künstlers einführen. Anna-Lisa Meckel (Querflöte) und Tilman Finckh (Akkordeon) bestreiten das musikalische Rahmenprogramm.
Die Kunstausstellungen im Ärztehaus Hannover können täglich Montag bis Donnerstag von 9
bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos.
Weitere Informationen finden Sie unter www.aekn.de
[PM Ärztekammer Niedersachsen, 29.10.2008, Raimund Dehmlow]





