Auftakt zum 10. ZINNOBER-Kunstvolkslauf: DING-FEST
Die Künstler machen “DING – FEST” in städtischer Galerie KUBUS
Der Arbeitstitel “DING - FEST” des Ausstellungsprojekts verweist in diesem Zusammenhang auf die Funktion von Kunst, Wirklichkeit im wörtlichen Sinne dingfest zu machen. Es sollen insbesondere Wesensmerkmale und Zusammenhänge gegenständlich erfahrbar und konkret anschaulich gemacht werden: Die Dinge (künstlerisch) werden beim Namen genannt, man geht ihnen auf den Grund.
In der Ausstellung vom 1. bis zum 30. September in der städtischen Galerie KUBUS werden verschiedene künstlerische Vorgehensweisen im Umgang mit den Dingen aufgezeigt. Da ist zum einen die realistische Darstellung alltäglicher Dinge, zum Beispiel Eimer und Schüsseln, wie sie in der Malerei des verstorbenen Künstlers Winfried Reinbacher durch seine formal besonders strengen und inhaltlich kargen Stillleben pointiert erfahrbar wird.
In den Zeichnungen und Objekten von Jot Claus wird der kombinatorisch-umgestaltende Zugriff auf die Dinge des Alltags exemplarisch durch einen Fries fortlaufender Zeichnungen und eine Objektansammlung beziehungsweise Objektinstallation anschaulich. Als drittes verdeutlicht eine Raum- und Wandassemblage von Jürgen Schneyder sowie Fotografien von Ding-Kontext-Rekonstruktionen die Sammlung, Ordnung und Deutung der Dinge, den archäologischen Blick auf die Welt der Dinge und deren Nutzer. Gleichzeitig spielt der Titel “DING - FEST” auf den Festcharakter einer Ausstellung an, in der eine Anzahl von ehemals alltäglichen Dingen zum nicht-alltäglichen, sinnlich anregenden und nachdenklichen Umgang inszeniert werden.
[PM LH Hannover, 28. August 2007]










