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25.05.2007

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Neuer Intendant am Schauspiel Hannover: Lars-Ole Walburg

Bühne

HANNOVER. Neuer Intendant des Schauspielhauses Hannover wird ab der Spielzeit 2009/2010 der Regisseur Lars- Ole Walburg. Am Donnerstag (24.05.2007) hat der Aufsichtsrat der Staatstheater Hannover GmbH auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, die Entscheidung zur Nachfolge des Schauspielintendanten Wilfried Schulz getroffen.
“Mit der Berufung von Lars-Ole Walburg zum neuem Intendanten des Schauspiels ist sichergestellt, dass die erfolgreiche und qualitätvolle künstlerische Arbeit des Staatstheaters Hannover fortgesetzt wird und Hannover weiterhin eine Rolle unter den besten deutschsprachigen Bühnen spielt”, sagte Kulturminister Lutz Stratmann nach der Sitzung des Aufsichtsrates.

Lars-Ole Walburg wurde 1965 in Rostock geboren. Von 1986 bis 1995 arbeitete er als freier Redakteur beim Fernsehen. 1992 erhielt er den Grimme-Preis für “KAOS – Das andere Kulturmagazin”. Von 1989 bis 1992 studierte er Theaterwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin. Er war Gründungsmitglied von Theater Affekt, Berlin und arbeitete dort als Dramaturg und Regisseur. Von 1996 bis 1998 war er als Dramaturg und Regisseur am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert. Ab 1998 war er als Chefdramaturg, fester Regisseur und stellvertretender Schauspieldirektor am Theater Basel beschäftigt. Mit seinen Inszenierungen “Wahlverwandtschaften” (1996), “Triumph der Illusionen” (1997) und Ibsens “Volksfeind” (2000) erhielt er Einladungen zum Berliner Theatertreffen. 1999 wurde er zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt. Von 2002 bis 2006 war Lars-Ole Walburg Schauspieldirektor am Theater Basel (Intendanz Schindhelm). Seit 2006 arbeitet er als freier Regisseur in Wien mit Aufträgen am Burgtheater, den Münchner Kammerspielen, Schauspielhaus Düsseldorf und Schauspielhaus Wien.

“Hannover ist und war eine der wichtigen deutschen Theaterstädte. Insofern geht es zuerst einmal um die Fortsetzung der erfolgreichen und guten Theaterarbeit der letzten Jahre. Zwei Dinge sind mir dabei besonders wichtig: Der Aufbau eines starken und markanten Ensembles und die Vernetzung und Verankerung innerhalb der Stadt. Ein Stadttheater, das sich einmischt, berührt und auch polarisiert, ein lebendiger Ort von Kunst, Diskussion und gesellschaftlicher Auseinandersetzung – das ist mein Wunsch”, kommentierte Lars-Ole Walburg die Entscheidung des Aufsichtsrates. Walburg setzt auf die hohe Qualität des Theaters und will an die herausragenden Leistungen seiner Vorgänger Ulrich Khuon und Wilfried Schulz anknüpfen.

Die Nachbesetzung war nötig geworden, da der jetzige Intendant Wilfried Schulz 2009 zum Staatsschauspiel Dresden wechselt.

Biografie Lars-Ole Walburg

geboren 1965 in Rostock
1983 Abitur
1983 – 1986 Armeedienst als Matrose auf einem Kampfschiff der Volksmarine
1986/87 Volontariat beim DDR-Fernsehen
1987 Ausreiseantrag
1987/88 Kindergärtner in der ev. Bartholomäusgemeinde Berlin
Anfang 1989 Ausreise nach Westberlin
1989 – 1994 Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin
dort Mitglied der FU Studiobühne als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur
1990 – 95 freier Mitarbeiter bei Kulturmagazinen (ARD, ZDF, 3sat)
1993 Grimme-Preis für KAOS – DAS ANDERE KULTURMAGAZIN
1992 Gründung der freien Gruppe THEATER AFFEKT mit Stefan Bachmann, Thomas Jonigk, Ricarda Beilharz und Tom Till 1992 – 96 Gast an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Bonn, am Neumarkttheater Zürich u.a.
1996 Einladung zum Berliner Theatertreffen mit WAHLVERWANDSCHAFTEN NACH GOETHE von Bachmann/Walburg
1996 – 1998 Dramaturg und Regisseur am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg
1997 Einladung zum Berliner Theatertreffen mit TRIUMPH DER ILLUSIONEN von Pierre Corneille
1998 – 2003 stellv. Schauspieldirektor und Chefdramaturg am Theater Basel
1999 durch Kritikerumfrage zum „Nachwuchsregisseur des Jahres“ gewählt
Einladung zum Berliner Theatertreffen mit VOLKSFEIND von Henrik Ibsen
2003 – 2006 Schauspieldirektor am Theater Basel
seit Sommer 2006 freier Regisseur in Wien
nächste Arbeiten: Burgtheater Wien, Münchner Kammerspiele, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Wien, Den Nationale Scene Bergen

Beispiele weiterer Inszenierungen:
Schillers “Die Räuber”, “Die Nibelungen” nach Hebbel und die Uraufführung von Albert Ostermaiers “Erreger” als Koproduktion mit dem Schauspiel Hannover.
2001 an den Münchner Kammerspielen Georg Büchners “Dantons Tod”,
in der Spielzeit 2002/2003 “Heiliger Krieg” von Rainald Goetz.
2003/2004 “Antigone” von Sophokles, die bis heute auf dem Spielplan steht.
2004/2005 Shakespeares Hamlet,
2005/2006 “Der Kirschgarten” von Tschechow,
2006/2007 Regie bei der Uraufführung von Lukas Bärfuss’ “Die Probe (Der brave Simon Korach)”.

[PM Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 25. Mai 2007]

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