Ausstellung in städtischer Galerie KUBUS erinnert an die Natur
Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover zeigt vom 7. Mai bis zum 5. Juni 2006 eine Gruppenausstellung von Rüdiger Peglow, Cornelia Urban, So-Ah Yim in der Städtischen Galerie KUBUS Hannover unter dem Titel “Erinnerung an die Natur”. Sie haben an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig studiert und waren alle drei MeisterschülerInnen bei Lienhard von Monkiewitsch, der zuvor in der Städtischen Galerie Kubus gemeinsam mit der Galerie “Vom Zufall und vom Glück” ausgestellt hat. Die Ausstellung in der Galerie “Vom Zufall und vom Glück” ist weiterhin zeitgleich mit dieser Ausstellung zu sehen.
Rüdiger Peglow, Cornelia Urban und So-Ah Yim arbeiten in unterschiedlichen Medien. In einer hybriden Installation lassen sie Elemente aus Natur und Technik zusammen wachsen. Organisch wuchernde Erdstrukturen verbinden sich mit immateriellem Klanggewebe und einer Malerei aus schwingenden Farbnuancen. Im Zuge zunehmender virtueller Scheinwelten, technisierter Umwelt und Kulturentwicklung wird unsere Wahrnehmung von Natur überdeckt und verändert.
In drei großformatigen Arbeiten spüren die KünstlerInnen ihren Erinnerungen an die Natur mit ihren allgemein gültigen Gesetzen und Wahrnehmungsperspektiven auf sie nach. Dabei wird der Raum als einheitliches Ganzes gestaltet, ohne die Handschrift des Einzelnen zu verwischen.
Rüdiger Peglow installiert ein Akustik - Archiv, das als “Kompositionsinstrument” durch Veränderung seiner Klangspeicher auf den jeweiligen Aufführungsort Bezug nimmt. Es besteht aus im Raum verteilten Drei-Fuß-Ständern, die mit gläsernen Milchpumpen, Blütenkelchen ähnelnd, bestückt sind und die Funktion von Lautsprechern haben. Die versorgenden Kabel sind weiterer visueller Bestandteil.
Diese technoide Arbeit verbindet sich mit einer Bodenskulptur Cornelia Urbans, die im Gegensatz dazu aus organischem Substrat besteht. Gewebestrukturen, wie unter dem Mikroskop gesichtet und anschließend vielfach vergrößert, breiten sich gleich einem Teppich aus Erde über dem Boden aus. Die an ein Gewächs erinnernde, große Erdzeichnung verweist in ihrer Herstellungsart auf frühzeitliche Methoden der Gestaltung.
Aus der konkreten Malerei kommend wird So-Ah Yim das begrenzte Farbspektrum dieser um Schattierungen des Himmels, des Wassers und der Erde erweitern und damit die Wände gestalten.
[PM LH Hannover, 28.04.2006]










