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27.04.2006

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Mosaik von Eduard Bargheer

Nicht kategorisiert

„Sport“ Mosaik von Eduard Bargheer am neuen Standort, dem Eingang Süd der AWD-Arena, aufgebaut
Das auf dem Trümmerschutt der hannoverschen Innenstadt errichtete Niedersachsenstadion ist seit 1954 die zentrale Sportarena Hannovers, vor allem für Fußball und Leichtathletik. Seit 1982 treten dort auch die Welt-Stars der Pop-Musikszene auf. In den 1950er Jahren gab es Diskussionen und Bemühungen dort am Niedersachsenstadion künstlerische Beiträge zur Architektur zu platzieren. Zunächst war Fernand Leger vorgesehen, der aber 1955 starb. Mit Eduard Bargheer wurde schließlich einer der bedeutendsten Künstler der Nachkriegszeit beauftragt, ein Mosaik für die Außenwand der Turnhalle des umgebauten Tribünengebäudes zu schaffen. Das Werk “Sport” konnte schließlich 1963 anlässlich der Erneuerung des Stadions verwirklicht werden.

Das Mosaik ist 30 mal 6,50 Meter groß, aus farbigen Glasscherben zusammengesetzt und zeigt in ein abstraktes räumliches Raster eingebundene Figuren in sportlicher, spielerischer Bewegung.

Nach dem Umbau des Stadions zur (WM-gerechten) AWD Arena (2003 bis 2005) und der Entscheidung für einen Neubau des “Sport- und Businessparks Hannover 96” auf dem Arena-Gelände musste eine Lösung zur Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Werkes gefunden werden. Diese konnte aus funktionalen Gründen nur in der Translozierung an einen anderen Standort bestehen. Der neue Eigentümer des Stadions, die Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG, fand gemeinsam mit der städtischen Denkmalpflege eine ideale Lösung: Das Mosaik wurde an einer neu errichteten Betonwand vor dem Eingang Süd der AWD-Arena wieder errichtet.

Das Restauratorenteam Böddeker & Schlichting, Paderborn, zerlegte es mit großer Behutsamkeit in 600 Einzelteile und setzte es am neuen Standort wieder zusammen. Nach Retusche und Reinigung zeigt sich das Mosaik mit seinen frischen Farben “wie neu”. Die Denkmalpflege und die Eduard-Bargheer-Gesellschaft, Hamburg, die den Nachlass des Künstlers betreut, begleiteten die Arbeiten.

Translozierung und Restaurierung waren Bestandteil der Baumaßnahme “Neubau des Sport- und Businessparks Hannover 96” unter der Regie der Unternehmensgruppe Baum, Hannover, mit den verantwortlichen Architekten Schulze & Partner. Konzeption der Translozierung und Standsicherheit der neuen Bildwand lagen in den Händen von Hans-Jürgen Vogel (Ing. Büro Eilers & Vogel, Hannover).

Zurzeit wird eine Publikation im Auftrag der Eduard-Bargheer-Gesellschaft, Hamburg, erarbeitet, die sich insbesondere mit den Mosaiken des Künstlers befasst. Das Mosaik “Sport” als sein größtes Werk dieser Gattung wird darin besondere gewürdigt. Die Stadt hofft mit der Vorstellung des Werkes im Rahmen einer Ausstellung in der zweiten Jahreshälfte in Hannover, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diesen herausragenden Künstler und sein bedeutendstes Großmosaik lenken zu können.

Vita Eduard Bargheer

25.12.1901: Geboren in Finkenwerder bei Hamburg.
1919 bis 1924: Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Hamburg-Lerchenfeld.
1926: Erste Einzelausstellung im grafischen Kabinett Maria Kunde, Hamburg.
1929: Mitglied der “Hamburger Secession”
1935: Begegnung mit Paul Klee in Bern; Samuel Beckett besucht Bargheer in seinem Atelier am Hamburger Jungfernstieg.
1939: Einzelausstellung in der Galerie Commeter, Hamburg; die “Reichskammer” schließt die Schau wegen “Entartung”
Seit 1940: fast ständiger Aufenthalt in Italien, Ischia wird Lebensmittelpunkt
1948: Ehrenbürger von Forio d´Ischia, erstmals Teilnahme an der Biennale Venedig
1950: Italienische Staatsbürgerschaft (unter Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit); erneut Teilnahme an der Biennale Venedig
1953: Umfangreiche Retrospektive des Werkes Bargheers in der Kestner Gesellschaft Hannover
1955: Erste Teilnahme an der Documenta in Kassel
Seit 1956/57: Beschäftigung mit der Kunstform des Mosaiks
1959: Erneute Teilnahme an der Documenta in Kassel
1962/63: Entwurf und Ausführung des Mosaiks “Sport” an der Außenwand der Turnhalle in der Tribünenanlage des Niedersachsenstadions Hannover
1963-65: Professur an der Hochschule der Künste in Berlin
1976: Anlässlich seines 75. Geburtstages gründet Bargheer selbst eine nach ihm benannte Stiftung zur Förderung junger Künstler
1. Juli 1979: Eduard Bargheer stirbt in Hamburg. Seine Häuser in Foria d´Ischia und Blankeneese werden seitdem für Ausstellungen genutzt und beherbergen das Archiv des Künstlers.
[PM LH Hannover, 27.04.2006]

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