Die Lieblingslektüre der Goethezeit
Die Ausstellung “Die Lieblingslektüre der Goethezeit- Almanache und Taschenbücher” in der Stadtbibliothek wird bis zum 15. April 2006 verlängert. In der Hildesheimer Straße 12 präsentiert die Bibliothek erstmals eine Auswahl ihrer Sammlung der Almanache, Kalender und Taschenbücher aus dem späten 18. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung wird ergänzt durch wichtige Stücke einer Privatsammlung wie zum Beispiel Jagdalmanache oder Almanache für Ärzte. Der Musenalmanach von Heinrich Christian Boie, die Göttinger Blumenlese, steht am Anfang der Musenalmanache und hat auch maßgeblich zur Entfaltung der Almanachsflut beigetragen.
Aufgrund der Beliebtheit der Kalender, Almanache und Taschenbücher spricht man auch von einer “Manie d’Almanacs”. Es gab neben den Musenalmanachen Frauenzimmertaschenbücher, genealogische Kalender, historische Taschenbücher, Taschenbücher zum geselligen Vergnügen, Taschenbücher für besondere Berufe und Stände. Sie dienten zur Erbauung, aber auch als Reiseführer, Noten- und Liederbuch, als Modekalender oder als genealogisches Nachschlagewerk. Sie waren handhabbare Träger menschlichen Wissens über Geschichte, Erfindungen, über Städte und Länder und konnten als kleines Vademecum (Latein: “geh mit mir!”) an jedem Ort - in Lesezirkeln, bei Tischgesellschaften oder auf Reisen - benutzt werden. Auch Goethe und Schiller nutzten die Almanache und Taschenbücher für ihre Veröffentlichungen. Der Ursprung der Sammlung geht auf die Bibliothek der 1799 in Hannover gegründeten “Großen Lesegesellschaft” zurück, die 1886 in die Stadtbibliothek überführt wurde.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Die Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße 12 ist werktags und sonnabends ab 11 Uhr geöffnet, mittwochs und sonnabends bis 16 Uhr, montags, dienstags, donnerstags und freitags bis 19 Uhr. Weitere Informationen unter www.stadtbibliothek-hannover.de
[PM LH Hannover, 24.03.2006]










